Unwettergefahr in Brandenburg
: Karte zeigt, wo Hagel und Gewitter drohen

In Brandenburg kann es heute zu schweren Gewittern kommen. Die Wetterkarte zeigt, welche Regionen betroffen sind.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Unwetter in Thüringen: ARCHIV - 02.06.2024, Brandenburg, Sieversdorf: Ein Blitz leuchtet am späten Abend über der Landschaft. (Symbolbild) (zu dpa: «Wo in Thüringen ab Nachmittag heftige Gewitter drohen») Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Brandenburg kann es heute zu schweren Unwettern kommen.

Patrick Pleul/dpa

Berlin und Brandenburg stehen am Donnerstag vor einem extrem heißen und anschließend turbulenten Wettertag. Nach längerem Sonnenschein und Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad ziehen am Abend von Westen Schauer und Gewitter auf. Besonders im Norden Brandenburgs besteht Unwettergefahr.

Die aktuelle Vorhersage für Berlin und Brandenburg warnt ab Donnerstagabend bis in die Nacht zum Freitag vor Sturmböen und örtlich sogar orkanartigen Böen. Eine Karte zur Warnlage des DWD zeigt, dass vor allem die nördlichen Landesteile mit schweren Gewittern rechnen müssen (rot markiert). Doch auch in anderen Regionen sind Starkregen, Hagel und gefährliche Windböen möglich.

Bis zu 39 Grad am Donnerstag

Zunächst dominiert am Donnerstag noch sonniges und sehr heißes Wetter. Die Temperaturen steigen auf 36 bis 39 Grad. Damit ist in der gesamten Region mit einer starken Wärmebelastung zu rechnen. Der Wind weht zunächst nur schwach aus südlichen Richtungen.

Am Abend ändert sich die Wetterlage jedoch deutlich. Von Westen ziehen regional Schauer und Gewitter auf. Diese können vereinzelt von Starkregen, Hagel sowie orkanartigen Böen begleitet werden. Besonders kritisch ist die Lage im Norden Brandenburgs.

Auch abseits von Gewittern sind zeitweise stürmische Böen oder schwere Sturmböen möglich. Der Wind dreht dabei abrupt von südlichen Richtungen auf West bis Nordwest. Durch den plötzlichen Windwechsel können Äste abbrechen und lose Gegenstände umherfliegen.

Gewitter und Sturmböen in der Nacht

In der Nacht zum Freitag bleibt es wechselnd bis stark bewölkt. Regional treten weitere Schauer oder Gewitter auf, die mit Sturmböen verbunden sein können. Die Temperaturen sinken lediglich auf 20 bis 17 Grad. Der Wind weht überwiegend schwach aus West bis Nordwest, kann aber vorübergehend stark auffrischen. Lokal sind weiterhin Sturmböen möglich.

Die Bevölkerung sollte die aktuelle Warnlage aufmerksam verfolgen. Gegenstände auf Balkonen, Terrassen und in Gärten sollten rechtzeitig gesichert werden. Während schwerer Gewitter sollten Aufenthalte im Freien sowie unter Bäumen möglichst vermieden werden.

Deutlich kühler am Freitag

Am Freitag lässt die extreme Hitze nach. Bei wechselnder Bewölkung sind örtlich noch Schauer oder einzelne Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen etwa 27 Grad in der Prignitz und vereinzelt 32 Grad in der Niederlausitz.

Der Wind kommt zunächst schwach aus West bis Nordwest und dreht am Abend teilweise auf Nord bis Nordost.

In der Nacht zum Samstag ziehen von Südwesten erneut schauerartige und teilweise gewittrige Regenfälle über die Region. Die Temperaturen gehen auf 19 bis 14 Grad zurück. Abseits der Gewitter bleibt es überwiegend schwachwindig.

Wochenende wird kühler und wechselhaft

Am Samstag bestimmen zunächst dichtere Wolken und Regen das Wetter. Vereinzelt kann es weiterhin Gewitter geben. Im Westen und Nordwesten Brandenburgs wird es im Laufe des Nachmittags voraussichtlich trockener. Die Höchsttemperaturen erreichen nur noch 23 Grad in der Prignitz und bis zu 27 Grad in der Niederlausitz.

In der Nacht zum Sonntag lockert die Bewölkung auf. Meist bleibt es niederschlagsfrei, bei Tiefstwerten zwischen 15 und 11 Grad.

Der Sonntag verläuft überwiegend heiter bis wolkig. Nur ganz vereinzelt sind Schauer oder Gewitter möglich. Die Temperaturen steigen wieder auf 27 bis 29 Grad.

In der Nacht zum Montag nimmt die Bewölkung von Südwesten erneut zu. Vor allem im südlichen Brandenburg muss dann wieder häufiger mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Die Tiefstwerte liegen zwischen 18 und 15 Grad.