Schwere Unwetter in Italien (23.9.)
: Video zeigt die dramatische Flut

Im Norden Italiens hat es zu Wochenbeginn schwere Unwetter und Fluten gegeben. Ein Video zeigt, wie verheerend die Kraft des Wassers wirkt.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Unwetter in Italien

In Italien gab es zu Wochenbeginn heftige Unwetter. So ist die aktuelle Lage.

Vigili del Fuoco/dpa

Im Norden Italiens wird nach heftigen Regenfällen am Montag (22.9.) weiterhin eine deutsche Urlauberin vermisst. Unzählige Menschen mussten zudem evakuiert werden. Ein italienischer Fernsehsender hat ein Video veröffentlicht, das die gewaltige Kraft der Wassermassen veranschaulicht.

Unwetter und Flut in Norditalien: Überblick

Nach Angaben der Feuerwehr wurde die vermisste Deutsche am Montag (22.9.) in Spigno Monferrato (Region Piemont) auf einem Campingplatz von einer Flutwelle erfasst. Die Frau war mit ihrem Mann und zwei Hunden in einem Wohnmobil untergekommen. Als die Flut den Wagen erfasste, versuchten beide zu fliehen. Der Mann rettete sich mit einem Hund, seine Frau stürzte und wurde mit dem zweiten Tier von der Strömung fortgerissen. Eine großangelegte Suchaktion mit Hubschrauber und Drohnen blieb bisher erfolglos (Stand: 23.9.2025, 11:50 Uhr).

Aus der Luft ist erkennbar, dass die Umgebung des Campingplatzes überflutet wurde. Mehrere Wohnwagen und Zelte riss das Wasser mit. Der Betreiber der Anlage, Pieter Witschge, sagte der Zeitung La Stampa: „Wir haben gesehen, wie das Wasser mehr als einen Meter hoch stand. Wir sind seit zwanzig Jahren hier. So etwas ist noch nie passiert.“

Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich rund 20 Gäste dort auf, sie wurden in Sicherheit gebracht und in Notunterkünften versorgt. Auch andere Regionen im Norden Italiens sind betroffen, etwa die Gegend um Mailand und den Comer See. Flüsse traten über die Ufer, Straßen und Bahnstrecken standen unter Wasser. In Mailand trat der Fluss Seveso über die Ufer. Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen weiteren Regen.

Italienischer Nachrichtensender zeigt Video der Flut

Der italienische Nachrichtensender TG1 hat derweil ein Video veröffentlicht. Auf den Bildern ist zu sehen, wie sich etwa ein Meter hohe Wassermassen ihren Weg durch eine schmale Straße bahnen. Das Wasser fließt zwar langsam, entwickelt aber eine enorme Kraft und reißt PKW mit sich, als wären es Spielzeugautos.

Das Video wurde höchstwahrscheinlich in Meda (Lombardei) unweit des Comer Sees aufgenommen. Vergleiche der Gebäude im Video mit Google Maps deuten darauf hin, dass es sich um den Piazza Municipio in Meda handelt. Auch die Nachrichtenagentur AP hat ein Video veröffentlicht, das die verheerenden Ausmaße der Fluten zeigt:

Zudem haben mehrere User haben auf der Plattform TikTok Videos von den Fluten veröffentlicht. Allerdings lässt sich hier die tatsächliche Herkunft und Echtheit nicht verifizieren. Eines der Videos zeigt mutmaßlich die Region nahe des Comer Sees. Zwischen Häuserschluchten fressen sich Schlamm- und Wassermassen durch Gebäude und über Straßen: