Unwetter in Griechenland: Tornado wütet vor der Insel Rhodos - Mit Karte und Video

Schwere Unwetter haben einige Regionen Griechenlands getroffen.
Eurokinissi/afpGriechenland hat in dieser Woche erneut schwere Unwetter erlebt. Auch beliebte Urlaubsinseln waren von Starkregen und Sturm betroffen. Wie ist die Lage aktuell?
Unwetter in Griechenland: Diese Regionen sind betroffen
Schwere Unwetter haben auf der griechischen Urlaubsinsel Rhodos ein Todesopfer gefordert. In der Küstenregion nahe Archangelos wurde ein Mann leblos aufgefunden. Er soll von den Wassermassen mitgerissen worden sein. Sein Auto wurde im Meer gefunden, wie der griechische Rundfunk ERTNews berichtete. Vor der beliebten Urlaubsinsel soll auch ein Tornado gewütet haben. Hier geht es zum Video.
Auch in anderen Teilen Griechenlands richteten Starkregen und heftige Sturmböen schwere Schäden an. Auf der Insel Skiathos wurden Autos von den Fluten fortgerissen, Straßen, Geschäfte und Häuser überflutet. Auf Euböa stürzten zahlreiche Bäume um, Straßen wurden beschädigt. Wegen schlechter Sicht und stürmischer Winde mussten zahlreiche Flüge nach Rhodos auf andere Flughäfen umgeleitet werden, wie der örtliche staatliche Rundfunksender berichtete.
Wegen der starken Winde wurde zudem der Fährverkehr von den Häfen Lavrio und Piräus bei Athen vorübergehend eingestellt. In der Ägäis wurden Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Auf mehreren Inseln, darunter Rhodos, Skiathos und Skopelos, blieben die Schulen geschlossen. Auch für die Region Attika rund um Athen und weitere Landesteile galten Unwetterwarnungen. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, unnötige Wege zu vermeiden.
Die Sturmfront ist bereits die zweite, die Griechenland in diesem Monat trifft. Erst Anfang Oktober hatten schwere Überschwemmungen auf Kreta große Schäden angerichtet. Dabei wurde ein 79-jähriger Schäfer tot aufgefunden. Auf Rhodos kam zudem eine 58-jährige deutsche Touristin ums Leben, die am Strand von einem Blitz getroffen wurde.
Auch über Sizilien gab es Tornados
Erst vor wenigen Tagen wurde auch die italienische Insel Sizilien von Tornados heimgesucht. Nach heftigen Unwettern auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien gab es vergangene Woche mehrere Verletzte. Nach Angaben der Feuerwehr zogen zwei Wasserhosen über das Gebiet der Hafenstadt Marsala. Die Wirbel richteten Schäden an Gebäuden, Autos und landwirtschaftlichen Flächen an. Betroffen war unter anderem eine Schule, deren Gebäude schwer beschädigt wurde.
Die Bürgermeisterin von Marsala, Andreana Patti, sagte, es biete sich in der Stadt ein „Bild wie nach einem Krieg: zerstörte Häuser, Autos, die von der Straße geschleudert wurden“. Nach Behördenangaben wurde ein Auto von den starken Wirbeln von der Straße in eine Schlucht geschleudert. Die beiden Insassen wurden verletzt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
