Universität Freiburg: Spezielle Wandfarbe stoppt Mücken: Schutz vor Dengue-Fieber entdeckt

Ein spezieller Innenanstrich für Wasserbehälter kann das Risiko einer Infektion mit dem Dengue-Virus drastisch senken (Symbolfoto).
Marcelo Camargo/Agencia Brazil/dpa- Studie der Uni Freiburg: Spezielle Innenfarbe senkt Dengue-Risiko in Wassertanks deutlich.
- Einmaliger Anstrich reduzierte Erkrankungen in einer kolumbianischen Stadt um 45 Prozent.
- Wirkprinzip: Ein Stoff tötet Mücken, ein zweiter stoppt Larvenentwicklung rund ein Jahr.
- Trinkwasser bleibt unbedenklich – Materialkosten etwa zwei US-Dollar pro Tank.
- Relevanz für Deutschland: Asiatische Tigermücke nutzt Regentonnen, Zulassung für Europa nötig.
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Ein spezieller Innenanstrich für Wasserbehälter kann das Risiko einer Infektion mit dem Dengue-Virus drastisch senken. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg, die in der Fachzeitschrift „The Lancet Infectious Diseases“ erschien. Demnach verringerte ein einmaliger Anstrich von Wassertanks in einer kolumbianischen Stadt die Dengue-Erkrankungen in den betroffenen Wohngebieten im Vergleich zu Kontrollbereichen um 45 Prozent.
Der Wirkstoff der Beschichtung tötet ausgewachsene Stechmücken, während ein zweiter Stoff die Entwicklung von Mückenlarven für rund ein Jahr stoppt. Das Trinkwasser bleibt für den Menschen dabei gesundheitlich unbedenklich. Mit Materialkosten von rund zwei US-Dollar pro Tank bietet das Verfahren eine günstige Möglichkeit zur Insektenbekämpfung.
Auch für Deutschland könnte der Ansatz künftig relevant werden: Die hierzulande sich ausbreitende Asiatische Tigermücke nutzt Regentonnen in Gärten auf ähnliche Weise als Brutstätte. Sobald eine entsprechende Farblösung für Europa zugelassen ist, könnte sie auch heimischen Haushalten und Kommunen die Mückenbekämpfung erleichtern.