Tusk-Attentat
: Bomben bei Verdächtigem gefunden

Polen im Alarmzustand: Es wurde tatsächlich explosives Material sichergestellt. Premierminister Donald Tusk und sein Vize waren offenbar in Gefahr.
Von
Michael Maier
Warschau
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FILES-POLAND-POLITICS-DIPLOMACY-PARLIAMENT: (FILES) Poland's Deputy Prime Minister and Minister of Defence Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (L) and Prime Minister Donald Tusk (R) walk after watching an open test of unmanned weapon systems conducted by the Polish Armaments Group (Polska Grupa Zbrojeniowa) at the Military Institute of Armament Technology training ground in Zielonka, a Warsaw suburb, on February 19, 2026. Poland's interior ministry said on October 11, 2026 police suspected that the country's Prime Minister Donald Tusk and Defence Minister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz had been targeted by assassination attempts. The ministry ordered authorities to take action "in connection with the information received by (police) concerning a possible assassination attempt on the prime minister ... as well as the deputy prime minister", who is also defence minister, interior spokeswoman Karolina Galecka wrote on X. (Photo by Wojtek RADWANSKI / AFP)

Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (hinten) und Regierungschef Donald Tusk bei einem Termin in Warschau.

WOJTEK RADWANSKI/afp
  • Ermittler fanden bei einem 66-Jährigen „etwa ein Dutzend“ selbstgebaute Sprengsätze.
  • Ziel sollen Premier Donald Tusk und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz gewesen sein.
  • In einer Blendgranate lagen Metallkugeln – die Staatsanwaltschaft spricht von neun Tatvorwürfen.
  • Der Verdächtige verweigert jede Aussage. Bei Verurteilung drohen bis zu 15 Jahre Haft.
  • Polen steht im Alarmzustand. Ein 17-Jähriger wurde zuvor wegen Schul- und Moscheeplan festgenommen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach der Festnahme eines Mannes wegen mutmaßlicher Pläne für ein Attentat auf Polens Ministerpräsident Donald Tusk haben Ermittler in der Wohnung des 66-Jährigen selbstgebaute Sprengsätze gefunden. „Etwa ein Dutzend“ Sprengsätze seien sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft am Dienstag. In einer Blendgranate seien Metallkugeln entdeckt worden. Der Mann hatte laut Ermittlern mutmaßlich auch ein Attentat auf Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz geplant.

Der am Sonntag festgenommene Krzysztof N. habe in der Vergangenheit Menschen, die über Waffen verfügten, für eine Zusammenarbeit mit ihm angeworben. Laut Staatsanwaltschaft werden N. neun Straftaten zur Last gelegt, darunter die „Vorbereitung der gewaltsamen Beseitigung eines Verfassungsorgans“.

Tusk-Attentäter verweigert Aussage

War es ein inländischer Rechtsextremist? Der Verdächtige hat die ihm vorgeworfenen Taten nicht gestanden und verweigert jede Aussage. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Innenminister Marcin Kierwinski hatte gesagt, die Ermittler seien auf N. durch eine „gründliche Analyse online veröffentlichter Inhalte“ aufmerksam geworden. Der pro-europäische Politiker Tusk ist seit Dezember 2023 wieder polnischer Ministerpräsident. Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz ist zugleich Vize-Regierungschef.

Polen befindet sich wegen einer Serie von Messerattacken in Schulen offiziell im Alarmzustand. Im September hatte der polnische Inlandsgeheimdienst zudem einen 17-Jährigen festgenommen, der einen Anschlag auf eine Schule und eine Moschee geplant haben soll.

Mit afp-Agenturmaterial: mm/se/mic