Tschechien: Impfung notwendig, bevor man über die Grenze fährt

Bevor man nach Tschechien fährt, sollte man sich impfen lassen!
Markus Scholz/dpa- Tschechien ist ein FSME-Risikogebiet; eine Impfung wird vor Reisen empfohlen.
- FSME wird durch Zecken übertragen, besonders in Mittel- und Südböhmen.
- FSME kann schwer verlaufen; Impfung schützt vor dieser Krankheit.
- Weitere empfohlene Impfungen: Hepatitis A, B, Tollwut, Meningokokken B und ACWY.
- Schulen in Tschechien könnten Meningokokken-Impfungen zur Pflicht machen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer nach Tschechien zum Tanken, Einkaufen, für Tagesausflüge oder in den Urlaub fährt, denkt wahrscheinlich nicht im Geringsten daran, dass in Tschechien gegebenenfalls Impfungen bei der Einreise notwendig sein könnten. Schließlich ist Tschechien unser Nachbarland, mitten in der EU – doch Tschechien ist Risikogebiet für eine Krankheit, gegen die man sich impfen lassen sollte.
Welche Krankheit das ist und welche Impfung man vorher braucht.
Impfung nötig: Risikogebiet in Tschechien
Ganz Tschechien gilt als FSME-Risikogebiet. Besonders in Mittel- und Südböhmen, aber auch im Prager Stadtgebiet ist das Risiko von einer Zecke mit FSME angesteckt zu werden, sehr hoch. Das berichten das Auswärtige Amt sowie zecken.de.
Will man sich in Tschechien in der Natur aufhalten oder Urlaub machen, sollte man über eine FSME-Impfung nachdenken, um sich zu schützen.
Was ist FSME?
Eine Erkrankung an FSME kann langwierig, schmerzhaft und im schlimmsten Fall sogar tödlich sein. FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und wird durch einen Virus übertragen – in Europa vorrangig von der Zecke. Bei einem Zeckenstich gelangen die Viren in die Blutbahn des Menschen und löst dort FSME aus. Die Inkubationszeit beträgt, laut RKI, durchschnittlich 7 bis 14 Tage.
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Krankheitsverlauf
Der Krankheitsverlauf von FSME beginnt mit unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen. Nach ungefähr einer Woche folgen die neurologischen Manifestationen (Meningitis, Enzephalitis, Myelitis). 70 bis 98 Prozent der Infektionen verlaufen ohne Symptome oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus. Bei schweren Verläufen besteht besonders bei Erwachsenen die Gefahr bleibender neurologischer Ausfälle. Schwere Krankheitsverläufe sind bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern. Bei circa 1 Prozent der Erkrankten endet die Erkrankung tödlich.
Wo sich Zecken aufhalten
Zecken sind ab 5 Grad aktiv und das vor allem in nicht allzu trockenen Wäldern, hohem Gras, Gebüsch und losem Laub. In den FSME-Risikogebieten sind kleinräumig in sogenannten Naturherden circa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken mit dem Virus infiziert. Nach jedem Spaziergang sollte man sich gründlich absuchen. Auch helle Kleidung sei hilfreich, lange Hosen und festes Schuhwerk. Eine Impfung gegen FSME bei Aufenthalten in Risikogebieten wird empfohlen.
Welche Impfungen werden für Tschechien noch empfohlen?
Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem noch folgende Impfungen, wenn man nach Tschechien fahren möchte:
- Hepatitis A
- Hepatitis B
- Tollwut
- Meningokokken B und ACWY: Beides sind Standardimpfungen in Tschechien. Schulen oder Bildungsinstitutionen könnten diese beiden Impfung zur Pflicht machen.
- Alle Standardimpfungen der STIKO
