Tornado in der Sächsischen Schweiz: Welche Bereiche rund um Rathen weiter gesperrt sind

Unwetter in der Sächsischen: Ein Funktionsgebäude ist am Amselsee nach einem schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz mit Bäumen bedeckt.
Sebastian Kahnert/dpaRund um Rathen mit seiner berühmten Felsenbühne hat ein Tornado gewütet. Am Freitagabend kam bei dem Unwetter ein Mann ums Leben. Weite Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz sind gesperrt. Wie ist die Lage aktuell?
Tornado in der Sächsischen Schweiz
„Am 31. Juli 2026 zog ein lokales schweres Sturmereignis beziehungsweise eine Windhose über Teile der Vorderen Sächsischen Schweiz“, schreibt das Landratsamt in der Allgemeinverfügung. Eine Windhose ist ein Tornado. Auf dem X-Account des Wetterportals „Kachelmannwetter“ heißt es, bei dem Unwetter in Rathen, gehe man aktuell von einem starken Downburst (Fallböe) aus. „Aber auch ein Tornado kann nicht ausgeschlossen werden.»
Zahlreiche Bäume wurden umgerissen. Jetzt drohten in den betroffenen Gebieten erhebliche Gefahren durch entwurzelte Bäume, angebrochene Stämme und herabhängende Baumkronen, teilte das Landratsamt mit.
Während des Sturms war ein 38 Jahre alter Mann von einem umstürzenden Baum getroffen und getötet worden. Drei weitere Menschen erlitten an anderer Stelle schwere Verletzungen. Der Vorfall im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ereignete sich laut Polizei am Freitag gegen 18.00 Uhr.
Unwetter in der Sächsischen Schweiz: Welche Bereiche jetzt gesperrt sind
Der Nationalpark Sächsische Schweiz warnte eindringlich vor dem Betreten des betroffenen Gebiets. Viele Wege seien blockiert. „Neben entwurzelten und gebrochenen Bäumen stellen auch angebrochene, lose Äste in den Baumkronen sowie stark geneigte und instabile Bäume eine unberechenbare Gefahr dar“, hieß es in einer Erklärung. „Es besteht akute Lebensgefahr.“ Die Beseitigung der Schäden und Gefahrenstellen werde geraume Zeit in Anspruch nehmen.
Die Nationalparkverwaltung informiert auf ihrer Webseite aktuell von einer Waldsperrung im Bereich Amselgrund zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal. „Wanderer auf dem Malerweg weichen bitte wie dort eingezeichnet über den Rathewalder Fußweg aus und folgen ab Rathewalde wieder dem Malerweg“, heißt es weiter. Demnach ist die restliche Region nicht vom Unwetter und der Sperrung nicht betroffen.
(Mit Material von dpa und AFP)
