Ticketpreise steigen: ÖPNV im Osten wird teurer – Fahrgäste in dieser Region zahlen jetzt mehr

An einer Haltestelle in Leipzig steht ein Automat für Tickets für Bahn, Bus und S-Bahn der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV).
Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpaWer in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Thüringen mit Bus und Bahn unterwegs ist, muss ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Seit dem 1. August 2025 gelten im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds (MDV) neue Ticketpreise.
Sachsen, Sachsen-Anhalt und mehr: MDV erhöht Ticketpreise
Das MDV-Gebiet umfasst Teile von drei Bundesländern. In Sachsen-Anhalt gehören unter anderem Halle (Saale), der Saalekreis, der Burgenlandkreis sowie Teile von Anhalt-Bitterfeld, Wittenberg und Dessau-Roßlau dazu. In Sachsen sind es die Stadt Leipzig, der Landkreis Leipzig und Nordsachsen. In Thüringen betrifft die Preisanpassung den Landkreis Altenburger Land.
Rund 2,1 Millionen Menschen leben im Verbundgebiet, das sich über eine Fläche von etwa 11.300 Quadratkilometern erstreckt. Die Tickets gelten für S-Bahnen, Nahverkehrszüge, Busse und Straßenbahnen. Der Verbund hebt die Fahrpreise im Durchschnitt um sechs Prozent an. Die genauen Anpassungen, Preissteigerungen und neuen Ticketpreise gibt es hier im Überblick.
Der Hintergrund der teureren Tickets sind nach Angaben des MDV gestiegene Betriebskosten, höhere Löhne und laufende Investitionen in die Fahrzeugflotte.
Deutschlandticket: Preis soll bis Ende 2026 gleich bleiben
Nicht betroffen von der Erhöhung ist das bundesweit gültige Deutschlandticket. Das Deutschlandticket kostet seit Anfang 2025 monatlich 58 Euro. CDU, CSU und SPD haben sich laut Tagesschau in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, das Deutschlandticket bis Ende 2026 zum aktuellen Preis von 58 Euro pro Monat beizubehalten. Ab 2027 soll der Preis dann schrittweise und sozialverträglich erhöht werden. Festgeschrieben ist die Finanzierung im Regionalisierungsgesetz laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) allerdings nur noch für 2025. Über die Finanzierung der Mehrkosten verhandeln Bund und Länder. Sollte es keine Einigung geben, droht eine erneute Preissteigerung.
