Streik in Sachsen: Wo der Nahverkehr am Montag stillsteht - Diese Städte sind betroffen

Verdi hat bundesweit zu Streiks im Nahverkehr aufgerufen. Die Auswirkungen in Sachsen im Überblick.
Robert Michael/dpaVerdi hat einen bundesweiten Warnstreik im kommunalen Nahverkehr angekündigt. Davon ist auch Sachsen betroffen. Wo müssen Fahrgäste jetzt mit Ausfällen rechnen?
Streik in Sachsen: Diese Städte sind am Montag betroffen
Von dem Warnstreik im ÖPNV am Montag dürften zahlreiche Menschen betroffen sein. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, findet der Streik am Montag in vier Städten statt. Dabei kommt der Nahverkehr in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau zum Erliegen. Ob einzelne Linien der bestreikten kommunalen Verkehrsunternehmen dennoch fahren oder Ersatzfahrpläne eingerichtet werden, ist bislang noch nicht bekannt.
Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi in parallel laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber erhöhen. Auch in zahlreichen anderen deutschen Städten sind an diesem Tag Warnstreiks angekündigt.
Nahverkehr: Warum wird am Montag im ÖPNV gestreikt?
Hintergrund ist die ergebnislos gebliebene erste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen. Verdi wirft den Arbeitgebern vor, Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zu verlangen, darunter eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sowie Kürzungen bei Urlaub, Zuschlägen, Krankengeldzuschuss und Leistungsentgelt.
„Dieses Verhalten der Arbeitgeber ist mehr als eine Provokation: Es ist ein Frontalangriff auf die eigenen Beschäftigten“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt. Die vorliegenden Forderungen bedeuteten „nicht nur eine deutliche Mehrbelastung, sondern faktisch auch eine Lohnkürzung“.
Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, höhere Zuschläge - insbesondere für Nachtarbeit -, eine Erhöhung der Jahressonderzahlung sowie längere und verlässliche Ruhezeiten zwischen den Schichten. Zudem verlangt Verdi Maßnahmen zur Entlastung der Beschäftigten und eine Sicherung der Arbeitsplätze.
Mit Material der dpa
