Straßenverkehr: Mehr Kinder bei Unfällen getötet

Besonders oft passieren Unfälle mit Kindern auf dem Weg in die Schule.
Stefan Sauer/dpaIm vergangenen Jahr sind mehr Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr getötet oder verletzt worden als 2023. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor, die am 14. August 2025 veröffentlicht wurden.
Zahl der tödlichen Unfälle mit Kindern gestiegen
In Deutschland wurde im vergangenen Jahr alle 19 Minuten ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet worden. Rund 27.260 Kinder unter 15 Jahren verunglückten im Jahr 2024 bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Damit steig die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht an (2023: 27.240). Die Zahl der getöteten Kinder stieg 2024 gegenüber 2023 von 44 auf 53. Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 war die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Kinder 2022 und 2023 wieder gestiegen.
Kinder verunglücken oft auf dem Weg in die Schule
Ein Blick in die Statistik zeigt, dass eine Uhrzeit bei den Unfällen mit Kindern besonders häufig auftaucht. Die 6- bis 14-Jährigen verunglücken demnach montags bis freitags besonders häufig von 7.00 bis 8.00 Uhr im Straßenverkehr - dann, wenn sie auf dem Weg zur Schule sind. In dieser Zeit wurden im vergangenen Jahr 13 Prozent der verunglückten 21.870 Kinder im entsprechenden Alter verletzt oder getötet.
Die meisten Kinder, die 2024 im Straßenverkehr verunglückten, saßen der Statistik zufolge in einem Auto (35 Prozent). 33 Prozent waren auf einem Fahrrad, und 21 Prozent gingen zu Fuß. Unter 6-Jährige sind besonders häufig im Auto mit Erwachsenen unterwegs, demzufolge verunglücken sie hier am häufigsten (58 Prozent), wie es hieß.
Schulkinder bewegten sich mit zunehmendem Alter selbstständig im Straßenverkehr - entsprechend steige der Anteil der Radfahrenden und Fußgängerinnen und -gänger unter den Verunglückten: 6- bis 14-Jährige verunglückten am häufigsten auf ihrem Fahrrad (38 Prozent), 29 Prozent in einem Auto sowie 20 Prozent zu Fuß, so die Statistik.
