Schuss auf Riesen-Wels im Brombachsee: Tierschützer sind schockiert! PETA will Strafanzeige erstatten

Polizei erschießt zwei Meter Wels im Brombachsee, nachdem er Menschen attackierte. PETA kritisiert das Vorgehen scharf und will Strafanzeige erstatten. (Symbolbild)
Tino Plunert/dpaDieser außergewöhnlicher Vorfall in Mittelfranken bewegt derzeit ganz Deutschland. Ein sehr großer und aggressiver Wels sorgte am Wochenende für Aufregung am Brombachsee. Nachdem er Menschen attackierte, wurde der Fisch erschossen. PETA kritisiert das Vorgehen scharf und will Strafanzeige erstatten.
Der rund zwei Meter lange und 90 Kilogramm schwere Wels wollte vermutlich nur seine Brut verteidigen, heißt es in diversen Medienberichten. Das Tier soll dabei mehrere Badegäste verletzt haben. Die Polizei sah keinen anderen Ausweg, als es zu erschießen.
Wels attackiert Badegäste – Polizei erschießt ihn
Der Zwischenfall ereignete sich am vergangenen Freitag im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Laut Behördenangaben griff der riesige Wels wiederholt Badende an. Aus Sicherheitsgründen und angesichts eines anstehenden Musikfestivals mit vielen Besuchern entschied sich die Polizei zur Tötung des Tieres. Ein Beamter erschoss den Fisch, zwei Angler bargen ihn anschließend. Genau hier setzt die Kritik von PETA an.
„Wir sind schockiert vom Vorgehen der zuständigen Polizei und der Angler“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.
Aggressiver Wels erschossen – PETA erhebt schwere Vorwürfe
Den Strand zu sperren, anstatt den Wels zu töten, sei aus Sicht der Einsatzkräfte nicht ausreichend gewesen. Aufgrund eines Musikfestivals sei eine vollständige Überwachung nicht möglich gewesen, da Feiernde oft auch nachts ins Wasser gingen, erläuterte ein Polizeisprecher.
Tierschützer sehen Verstoß gegen das Gesetz
PETA bezeichnet die Tötung als unnötig und rechtswidrig. „Der Wels wollte mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Nest und somit auch seinen Nachwuchs verteidigen und hat ein absolut arttypisches Verhalten gezeigt“, erklärt Fachreferentin Jana Hoger.
Ergänzend fügt sie hinzu: „Ihn zu töten, damit die unzähligen Gäste weiterhin ungestört im See baden können, stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar.“ Die Organisation wirft Polizei und Anglern vor, nicht nach tiergerechten Alternativen gesucht zu haben.
PETA fordert Aufklärung und bessere Lösungen
PETA fordert eine umfassende Aufklärung des Vorfalls und appelliert an die Behörden, in künftigen Ausnahmefällen tierschutzgerechter zu handeln.
Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ansbach sind zu dem Fall jedoch bisher noch keine Strafanzeigen eingegangen.