Schnee und Glätte in Sachsen: Diese Hausmittel ersetzen Streusalz und Granulat

Streumittel sind in Deutschland derzeit ausverkauft, auch in Sachsen sind die Baumarktregale vielerorts leer. Das sind die besten Alternativen und Hausmittel zu Streusalz und Granulat. (Symbolbild)
Ole Spata / dpaDeutschland steckt in einer extremen Winterphase. Erst brachte Sturmtief ELLI anhaltenden Schneefall nach Deutschland, danach folgte eine lange Frostperiode und schließlich machte Eisregen Sachsens Straßen und Gehwege zu gefährlichen Schlitterbahnen. Wem nach so einer Phase die Streumittel ausgegangen sind, hat mittlerweile echte Probleme, an Nachschub zu kommen. Welche Alternativen gibt es, um Wege abzustumpfen, wenn Salz, Granulat und Co. nicht verfügbar sind?
Glätte bekämpfen: Darum ist Streusalz gefährlich
Streusalz gilt vielerorts noch immer als Standard gegen Eis und Glätte, ist aber in den meisten Kommunen Deutschlands für den Privatgebrauch verboten. Bei häufiger Anwendung richtet es tatsächlich dauerhafte Schäden an: Böden und Gewässer werden belastet, Pflanzen geschwächt, Fahrzeuge und Bauwerke durch Korrosion angegriffen. Nicht zuletzt leiden auch empfindliche Tierpfoten unter dem aggressiven Tausalz. Auch in Sachsen ist Salz vielerorts verboten. Dennoch: Wer derzeit versucht, im Baumarkt noch Streumittel zu kaufen, steht oft vor leergekauften Regalen. Welche Alternativen und Hausmittel gibt es?
Die besten Streusalz-Alternativen
Abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat sind im Unterschied zum Streusalz in Deutschland erlaubt. Auch diese Mittel reduzieren die Rutschgefahr, greifen aber Natur und Bausubstanz nicht an.
Streumittel ausverkauft: Diese Mittel bekämpfen Glätte auch
Wenn allerdings auch die alternativen Streumittel nicht mehr vorrätig sind, helfen nur noch Notlösungen:
- Sägespäne: Wer Kleintiere zu Hause hat oder eine Tischlerei in der Nähe, kann zur Not Sägespäne bzw. Kleintierstreu aus dem Drogeriemarkt zur Absicherung von Treppen und Gehwegen nutzen.
- Sand, Kies oder Asche: Auch Holzasche kann zum Abstumpfen von Wegen eingesetzt werden. Natürlich sind auch Sand und Kies mögliche Streumittel, wenn man sie denn noch bekommt. Notfalls muss der Sandkasten als letzte Reserve herhalten. Faustregel für alle Streumittel: Je gröber das Streumittel ist, desto großzügiger sollte es aufgetragen werden.
Richtig räumen, gezielt streuen
Neben dem richtigen Einsatz der Streumittel ist auch frühzeitiges Räumen direkt nach dem Schneefall wichtig. Das verhindert festgetretene Eisflächen und spart Material.
Wieviel Streumittel muss ich einsetzen?
Empfohlen sind rund 100 Gramm pro Quadratmeter. Nach dem Abtauen lassen sich die meisten, umweltfreundlichen Materialien wie Split oder Granulat zusammenkehren und erneut nutzen. Dazu sollte man das Material einige Tage durchtrocknen lassen.
