René Benko
: Termin für Prozessbeginn gegen Milliardär steht

Der österreichische Milliardär Renè Benko muss sich noch in diesem Jahr vor Gericht verantworten. Jetzt wurde ein Starttermin für den Prozess bekannt.
Von
Daniel Steiger
Innsbruck
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Signa-Gründer René Benko: ARCHIV - 24.04.2024, Österreich, Innsbruck: Rene Benko am Mittwoch 24. April 2024 während der Signa - Prüfungstagsatzung im Konkursverfahren gegen Signa-Gründer Benko. (zu dpa: «Ex-Milliardär Benko angeklagt - Ein Aspekt der Signa-Pleite») Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

René Benko sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft.

Expa/Johann Groder/APA/dpa

Mit eindrucksvollen Investments etwa in die Galeria-Kaufhäuser oder den Hamburger Elbtower machte der österreichische Milliardär René Benko einst von sich Reden. Mittlerweile sitzt er seit Monaten hinter Gittern in Untersuchungshaft. Jetzt ist klar, wann der Prozess gegen ihn beginnt.

Wann beginnt der Prozess gegen René Benko?

Der erste Strafprozess gegen den österreichischen Investor und Ex-Milliardär René Benko wird am 14. und 15. Oktober am Landgericht Innsbruck stattfinden. Der 48-Jährige müsse sich an den beiden Verhandlungstagen wegen des Verdachts der betrügerischen Krida verantworten, teilte das Gericht mit. Der Begriff aus dem österreichischen Strafrecht entspricht in etwa dem Bankrott in Deutschland.

Benko soll im Rahmen seiner Insolvenz Vermögenswerte beiseitegeschafft und so seine Gläubiger geschädigt haben. Die Schadenssumme betrage 660.000 Euro, hieß es. Benko drohen im Falle einer Verurteilung ein bis zehn Jahre Haft.

René Benko: Auf ersten Prozess könnten weitere folgen

Benko ist seit Januar in Untersuchungshaft. Der erste Prozess rund um die Pleite der Signa-Gruppe umfasst nur einen eher überschaubaren Teil der Vorwürfe. Es wird noch in rund einem Dutzend weiterer Stränge ermittelt. Es geht unter anderem um den Verdacht des Betrugs und der Untreue.

Der zu Glanzzeiten in Österreich von Politik und Gesellschaft hofierte Tiroler Unternehmer hatte in der Niedrigzins-Phase ein verschachteltes Firmennetzwerk aufgebaut. Seine Signa-Gruppe investierte in Immobilien und Firmen, darunter in den Hamburger Elbtower, die Galeria-Warenhausgruppe und das Luxuskaufhaus KaDeWe. Neben konzerninternen Problemen wurde Signa von steigenden Zinsen, Energiepreisen und Baukosten zu Fall gebracht.