Preis-Schock oder Spar-Paradies: So teuer ist Campen in Schweden 2025

Camping in Schweden – Preis-Schock oder Spar-Paradies? Je nach Region und Ausstattung schwanken die Preise für Campingplätze deutlich. Hier gibt es einen Überblick. (Symbolbild)
Hauke-Christian Dittrich/dpaSchweden gehört zu den beliebtesten Reisezielen für Campingfreunde. Natur, Freiheit und das Jedermannsrecht locken jährlich Tausende Camper an. Doch wie viel kostet Campingurlaub 2025 tatsächlich? Je nach Region und Ausstattung zeigen sich teils deutliche Preisunterschiede.
Wer Lust auf grüne Weiten, viele Seen und Wanderwege hat sowie das Gefühl von Freiheit liebt, für den ist Schweden genau das richtige Land zum Urlaub machen. Hier bekommt man all das und noch mehr. Die meisten Fragen sind: „Was kostet ein Urlaub in Schweden?“ und „Kann ich mir einen Urlaub in Schweden überhaupt leisten“?
Ist Camping in Schweden wirklich so teuer?
Oft wird es als ein recht teures Land beschrieben, aber mittlerweile gibt es kaum noch Unterschiede zu den deutschen Preisen – vor allem, wenn man auf die Lebensmittelpreise guckt. Aber wie steht es mit den Preisen für Campingplätze im Norden? Sind diese noch erschwinglich?
Nordschweden ist am günstigsten
Generell lässt sich sagen, dass Nordschweden etwas günstiger ist. Die Region ist deutlich dünner besiedelt und weniger touristisch erschlossen, sodass die Nachfrage geringer ist. In Mittelschweden findet man viele Plätze in mittlerem Preisbereich und in den Süd- sowie Küstenregionen sind die Campingplätze tendenziell teurer, vor allem bei Premium-Stellplätzen und Hütten.
Die Preise steigen je nach Ausstattung, Lage (z. B. Nähe zum Wasser), Hochsaison und Services (etwa WLAN, Fahrradverleih, Badezugang).
Diese Arten von Campingplätzen gibt es in Schweden
In Schweden unterscheidet man grob zwischen drei Kategorien:
1. Ferienanlagen und Premium-Camping
Größe Ferienanlagen oder Premium-Campingplätze mit Strand, Restaurant, Fahrradverleih, Sauna oder mietbaren Hütten sind besonders beliebt bei Familien. Diese Plätze bieten einen hohen Komfort und sind entsprechend teurer. Der Durchschnittspreis bewegt sich bei um die 500 SEK (45 Euro).
2. Mittelgroße Campingplätze
Als weitere Kategorie gibt es sind die mittelgroßen Campingplätze, auf denen man Sanitäranlagen, Stromanschlüsse, sowie oft auch Spielplätze, Grillplätzen und Servicehäuser mit Küche und Waschmöglichkeiten findet. Diese Plätze machen den Großteil des Camping-Angebots in Schweden aus. Die Preise starten bei ungefähr 300 SEK (27 Euro) und je nach Angebot sind bis um die 500 SEK (45 Euro) möglich.
3. Einfache Naturcampingplätze
Naturcampingplätze sind meist klein, günstig und haben eine Basisinfrastruktur mit Toiletten sowie teils nur kaltem Wasser. Eine ideale Übernachtungsmöglichkeit für Zelturlauber oder Durchreisende. Für Naturliebhaber ist es oft ein ruhiger Rückzugsort nach einer langen Reise. Die Preise gehen bei circa 150 SEK (13,50 Euro) los.
Stellplätze: Eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit
Neben den gewohnten Campingplätzen gibt es in Schweden auch sogenannte Stellplätze. Diese können von Wohnwägen, Vans und auch „normalen“ Autos bzw. Minicampern genutzt werden. Manchmal handelt es sich um einen unromantischen Schotterplatz am Rande einer Straße, andere befinden sich auf Parkplätzen, Bauernhöfen oder außerhalb offizieller Anlagen. Oft gibt es eine Toilette, eine Feuerstelle, sowie eine Picknickbank.
Das Schöne on top ist, dass Stellplätze durchaus kostenlos sein können. Es können aber auch 100 bis 200 SEK (ca. 9-18 Euro) pro Nacht fällig werden. Der Nachteil ist, dass man, besonders in der Hochsaison, manchmal schon sehr zeitig am Tag vor Ort sein muss, um noch einen Platz zu ergattern. Sonst kann die Suche nach einer Alternative mühsam werden.
Campingurlaub in Schweden – Für jedes Budget etwas dabei
Campingurlaub in Schweden ist also durchaus erschwinglich. Wer einfache Naturplätze bevorzugt und flexibel sein möchte, kann sehr günstig reisen. Wer eher Komfort und Top-Lage wünscht, muss mit höheren Preisen rechnen und sollte durchaus in der Hauptsaison (Juni bis August) vorab reservieren, da viele Plätze ausgebucht sind.