Pilze sammeln: So erkennt man einen Steinpilz

In einem Wald wächst Steinpilz und seine Kappe ist noch voller Moos. Wie man den Steinpilz erkennt, wo Steinpilze wachsen und mit welchen giftigen Pilzen man den Steinpilz nicht verwechseln darf.
Patrick Pleul/dpaDer Steinpilz eignet sich gut für Pilz-Anfänger, der er leicht zu identifizieren ist und oft in unseren Wäldern vorkommt. Da er eine geschützte Art ist, darf der Steinpilz nur in geringen Mengen gesammelt werden. Wie man den Steinpilz erkennt, wo Steinpilze wachsen und mit welchen giftigen Pilzen man den Steinpilz nicht verwechseln darf.
Steinpilze erkennen anhand dieser Merkmale
An diesen Merkmalen erkennt man den Steinpilz.
- Fester, oft keulenförmigen Stiel mit einer weißen Netzzeichnung
- Brauner Hut, der 5 bis 25 Zentimeter breit ist
- Bei Nässe ist die Haut von dem Hut etwas schleimig
- Schwammartige Röhrenschicht unter dem Hut
- Weiße schwammartige Röhrenschicht unter dem Hut; gelb bis olivgrüne Röhrenschicht bei älteren Steinpilzen
- Festes, weißliches Fleisch
- Verfärbt sich beim Anschneiden nicht blau oder rötlich
- Angenehmer, milder, leicht nussiger Geschmack

Ein voller Korb mit Steinpilzen steht in einem Wald im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg. In den Brandenburger Wäldern beginnen jetzt wieder die Pilze zu wachsen.
Patrick Pleul/dpaHier sind Steinpilze zu finden
Steinpilze wachsen bevorzugt in Nadel- und Mischwäldern und oft in der Nähe von Eichen, Buchen, Fichten und Kiefern.
Achtung! Verwechslungsgefahr bei Steinpilzen
Der Steinpilz hat zwei Doppelgänger, mit denen er oft verwechselt wird. Ein häufiger Verwechslungspartner ist der Gallenröhrling. Dieser nicht giftig, schmeckt aber sehr bitter. Den Gallenröhrling erkennt man an seiner rosafarbenen Verfärbung an den Röhren und einer dunkleren Netzzeichnung am Stiel. Der zweite Verwechslungspartner ist der stark giftige Satanspilz mit einer roten Röhrenschicht. Diesen erkennt man, wenn er sich beim Anschneiden bläulich oder rötlich verfärbt.

Die zeitgenössischen Zeichnungen (Tafelwerk von J.V. Krombholz/Prag 1836) zeigen den 1830 von dem sächsischen Lehrer und Pilzforscher Heinz Othmar Lenz entdeckten Satanspilz (Boletus satanas).
dpa