Pilze sammeln
: So erkennt man einen Steinpilz

Wie man Steinpilze erkennt, wo sie wachsen und mit welchen giftigen Pilzen man den Steinpilz nicht verwechseln darf.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Cottbus
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In einem Wald wächst Steinpilz und seine Kappe ist noch voller Moos. In den Brandenburger Wäldern beginnen jetzt wieder die Pilze zu wachsen. (zu dpa: «Pilze kommen langsam in Tritt - Sammler hoffen auf Regen») +++ dpa-Bildfunk +++

In einem Wald wächst Steinpilz und seine Kappe ist noch voller Moos. Wie man den Steinpilz erkennt, wo Steinpilze wachsen und mit welchen giftigen Pilzen man den Steinpilz nicht verwechseln darf.

Patrick Pleul/dpa

Der Steinpilz eignet sich gut für Pilz-Anfänger, der er leicht zu identifizieren ist und oft in unseren Wäldern vorkommt. Da er eine geschützte Art ist, darf der Steinpilz nur in geringen Mengen gesammelt werden. Wie man den Steinpilz erkennt, wo Steinpilze wachsen und mit welchen giftigen Pilzen man den Steinpilz nicht verwechseln darf.

Steinpilze erkennen anhand dieser Merkmale

An diesen Merkmalen erkennt man den Steinpilz.

  • Fester, oft keulenförmigen Stiel mit einer weißen Netzzeichnung
  • Brauner Hut, der 5 bis 25 Zentimeter breit ist
  • Bei Nässe ist die Haut von dem Hut etwas schleimig
  • Schwammartige Röhrenschicht unter dem Hut
  • Weiße schwammartige Röhrenschicht unter dem Hut; gelb bis olivgrüne Röhrenschicht bei älteren Steinpilzen
  • Festes, weißliches Fleisch
  • Verfärbt sich beim Anschneiden nicht blau oder rötlich
  • Angenehmer, milder, leicht nussiger Geschmack
Ein voller Korb mit Steinpilzen steht in einem Wald im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg. In den Brandenburger Wäldern beginnen jetzt wieder die Pilze zu wachsen. (zu dpa: «Pilzsaison auf Hochtouren - Champignons oft verwechselt») +++ dpa-Bildfunk +++

Ein voller Korb mit Steinpilzen steht in einem Wald im Landkreis Oder-Spree im östlichen Brandenburg. In den Brandenburger Wäldern beginnen jetzt wieder die Pilze zu wachsen.

Patrick Pleul/dpa

Hier sind Steinpilze zu finden

Steinpilze wachsen bevorzugt in Nadel- und Mischwäldern und oft in der Nähe von Eichen, Buchen, Fichten und Kiefern.

Achtung! Verwechslungsgefahr bei Steinpilzen

Der Steinpilz hat zwei Doppelgänger, mit denen er oft verwechselt wird. Ein häufiger Verwechslungspartner ist der Gallenröhrling. Dieser nicht giftig, schmeckt aber sehr bitter. Den Gallenröhrling erkennt man an seiner rosafarbenen Verfärbung an den Röhren und einer dunkleren Netzzeichnung am Stiel. Der zweite Verwechslungspartner ist der stark giftige Satanspilz mit einer roten Röhrenschicht. Diesen erkennt man, wenn er sich beim Anschneiden bläulich oder rötlich verfärbt.

Die zeitgenössischen Zeichnungen (Tafelwerk von J.V. Krombholz/Prag 1836) zeigen den 1830 von dem sächsischen Lehrer und Pilzforscher Heinz Othmar Lenz entdeckten Satanspilz (Boletus satanas). Jetzt wurde der giftige Verwandte des Steinpilzes von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie in Mückeln (Eifel) zum Pilz des Jahres 1999 ernannt. Damit will die Gesellschaft den in einigen Bundesländern vom Aussterben bedrohten Pilz ehren. dpa (zu dpa-KORR: "Pilz des Jahres" v. 17.11.1998) +++ dpa-Bildfunk +++

Die zeitgenössischen Zeichnungen (Tafelwerk von J.V. Krombholz/Prag 1836) zeigen den 1830 von dem sächsischen Lehrer und Pilzforscher Heinz Othmar Lenz entdeckten Satanspilz (Boletus satanas).

dpa