Pfingsten 2026: Welche Bedeutung hat der Pfingstochse?

Was hat Schlaf mit dem Begriff des „Pfingstochsens“ zu tun? Wir erklären euch den Zusammenhang.
Sina Schuldt/dpaPfingsten findet am 24. und 25. Mai 2026 statt. Dabei gibt es die Tradition des Pfingstochsen. Falls ihr noch nie etwas darüber gehört habt, geben wir euch hier einige Informationen:
Pfingsten 2026 — ‚Pfingstochse‘ und ‚Pfingstlümmel‘, lassen Langschläfer erröten
Für denjenigen, der schon als „Pfingstochse“ bezeichnet worden ist, mag es allerdings vielleicht von Vorteil sein, dass der Begriff mehr und mehr in Vergessenheit gerät. Denn nicht nur ist der „Pfingstochse“ in manchen Regionen (z.B. Altbayern oder Österreich) auch eine scherzhafteBeleidigung für jemanden, der an Pfingstsonntag am längsten schläft. Sondern in manchen Gemeinden gehen die Menschen sogar einen Schritt weiter und ziehen den Langschläfer scherzeshalber in einer „Schamaktion“ gar noch auf einer Schubkarre durch den Ort. Sollte „Pfingstochse“ als Bezeichnung für Langschläfer aussterben, sind diese aber immer noch nicht hundertprozentig vor Schadenfreude sicher. Denn auch der Begriff „Pfingstlümmel“, der dieselbe Bedeutung wie der „Pfingstochse“ hat, ist noch Teil des deutschen Vokabulars.
Pfingsten 2026 — ‚Palmesel‘ und ‚Pfingstochse‘ haben dieselbe Funktion
Für den Palmsonntag (dem letzten Sonntag vor Ostern), an dem der triumphale Einzug von Jesus Christus in Jerusalem gefeiert wird, gibt es übrigens ebenfalls eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für Langschläfer: den „Palmesel“. Und auch dieser hat ursprünglich eine rühmlicher, religiöse Bedeutung: Ein Esel war es nämlich, auf dem Jesus laut Bibel in Jerusalem einzog. Um ihren Messias und König zu feiern, streuten die jubelnden Einwohner der Stadt Jesus und dem Esel bei ihrem Marsch Palmzweige aus — damals als heilig verehrte Bäume.
Warum genau Begriffe wie „Pfingstochse“, „Palmesel“ und Co. aus kirchlichen Feiern im Laufe der Geschichte eine zweite Bedeutung zum Aufziehen von Langschläfern entwickelt haben, ist eine Frage für Sprachwissenschaftler und Theologen. Eine Vermutung liegt aber natürlich nahe: Dass sie ehemals Respekt vor den festlichen Traditionen lehren und zur Teilnahme daran aufrufen sollten.
