Pepco Insolvenz
: Diese Filialen in Berlin-Brandenburg sind betroffen

Der Billigartikel-Anbieter Pepco hat für sein deutsches Geschäft Insolvenz angemeldet. Diese Filialen in Berlin und Brandenburg sind betroffen.
Von
Nicole Züge
Cottbus
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Nonfood-Discounter Pepco

Der Nonfood-Discounter Pepco meldet in Deutschland Insolvenz an. Was bedeutet das für die Filialen und Beschäftigten in Berlin und Brandenburg?

Soeren Stache/dpa

Der international agierende Nonfood-Discounter Pepco hat für sein deutsches Geschäft Insolvenz angemeldet. Nach eigenen Angaben betreibt der polnische Billigartikel-Händler in Deutschland insgesamt 64 Filialen, die meisten davon in Ostdeutschland.

Auch in Berlin und Brandenburg gibt es zahlreiche Filialen, unter anderem in Cottbus und Eisenhüttenstadt. So geht es nun für die Brandenburger Filialen und Mitarbeitenden weiter.

Pepco Deutschland ist insolvent: das Wichtigste im Überblick

  • Die Pepco Germany GmbH hat Insolvenz im Schutzschirmverfahren beantragt.
  • Grund: operative Verluste und strukturelle Probleme im Filialnetz
  • Ziel sei die Neuausrichtung des Geschäfts in Deutschland.
  • Pepco ist seit 2022 in Deutschland aktiv, aktuell gibt es 64 Filialen, vor allem im Osten
  • Rund 500 Beschäftigte sind betroffen

Pepco-Insolvenz: Diese Filialen in Berlin-Brandenburg sind betroffen

In Brandenburg betreibt der deutsche Pepco-Ableger insgesamt vier Filialen: im Kaufpark Eiche in Ahrensfelde kurz vor der östlichen Berliner Stadtgrenze, im Rangsdorfer Südring Center, in der Nordpassage Eisenhüttenstadt sowie im Cottbus Center.

Hinzu kommen insgesamt 16 Filialen im Berliner Stadtgebiet sowie einige Standorte kurz hinter der deutsch-polnischen Grenze, beispielsweise in Küstrin/Kostrzyn nad Odrą oder Słubice.

Schutzschirmverfahren beantragt: Was heißt das für Beschäftigte?

Sanierungsgeschäftsführer Christian Stoffler von der Münchner Kanzlei Gerloff Liebler sagte gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa), man sehe gute Chancen, sich auch „in dem schwierigen deutschen Einzelhandelsmarkt“ erfolgreich zu entwickeln. Der Mutterkonzern mit Sitz in den Niederlanden kündigte an, die Sanierung von Pepco Deutschland zu unterstützen und die Finanzierung sicherzustellen.

Rund 500 Menschen sind derzeit in den deutschen Pepco-Standorten beschäftigt. Sie sollen nun Insolvenzgeld erhalten.

Werden die Pepco-Filialen geschlossen?

Nach Angaben des Unternehmens sollen alle Filialen bis auf Weiteres geöffnet bleiben.

Pepco erst seit 2022 in Deutschland

Pepco ist seit 2022 in Deutschland aktiv. Die Kette verkauft vor Kleidung, Spielzeug und Deko-Artikel. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen Action und Tedi, die beide zuletzt stark expandiert sind. Dies hatte auch Pepco geplant. Vor zwei Jahren kündigte das Unternehmen an, hierzulande langfristig bis zu 2000 Filialen eröffnen zu wollen.