Oktoberfest in München
: Palästinenser-Unterstützerin ohrfeigt FDP-Politiker in Festzelt

Nach einer Ohrfeige im Bierzelt entzieht Münchens Oberbürgermeister der Fraktion der Linken den Tisch in der Ratsboxe. Wie es dazu kam und welche Konsequenzen nun folgen.
Von
red/dpa/AFP
München
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Münchner Oktoberfest: Oktoberfestbesucher feiern in der Festhalle Schottenhamel. Die 191. Wiesn findet vom 19. September bis zum 04. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt. (zu dpa: «Wiesn-Zwist und Ohrfeige in Stadtratsboxe: OB entzieht Tisch»)

In einem Bierzelt auf dem Oktoberfest kam es zu unschönen Szenen (Symbolbild).

Sven Hoppe/dpa
  • Auf dem Oktoberfest eskalierte in der Ratsboxe ein Streit zu Handgreiflichkeiten.
  • Eine Gruppe sang im Schottenhammel „Free Palastine“, worauf FDPler einschritten.
  • Jörg Hoffmann wurde an seinem Tisch „Völkermörder“ genannt – eine Frau ohrfeigte ihn.
  • Der Linken-Chef entschuldigte sich, die Täterin sei keine Linke, sondern Freundin.
  • OB Dominik Krause entzog den Linken bis zum Festende den Anspruch auf einen Wiesntisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf dem Münchner Oktoberfest ist in der sogenannten Ratsboxe des Stadtrats ein Streit zwischen Palästinenser-Unterstützern und Kommunalpolitikern handgreiflich eskaliert. Die FDP-Stadträtin Patricia Riekel berichtete der „Bild“-Zeitung am Donnerstag, dass in dem eigenen Bereich für Parteien und Mitarbeiter des Rathauses im Schottenhammel-Festzelt zum Lied „Sweet Caroline“ umgedichtet „Free Palastine“ gesungen worden sei.

FDP-Fraktionssprecher Jörg Hoffmann berichtete dem Blatt, wie er daraufhin auf die zum Teil aus Mitgliedern der Linken-Jugend bestehende Gruppe zugegangen sei und sie zum Aufhören aufgefordert habe. Einige Frauen der Gruppe seien später an seinen Tisch gekommen und hätten ihn „Völkermörder“ genannt. Außerdem habe eine Frau ihm eine Ohrfeige verpasst.

Münchens OB entzieht den Linken Anspruch auf Wiesntisch

Der Fraktionschef der Linken im Münchner Rathaus, Stefan Jagel, entschuldigte sich über verschiedene Medien für den Vorfall. Er sei „persönlich sehr angefasst“. Die für die Watschn verantwortliche Frau sei kein Linken-Mitglied, sondern als Freundin eines Linken mit in der Runde gewesen.

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) entzog den Linken der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge als Konsequenz des Zwischenfalls bis zum Ende des Oktoberfests am kommenden Sonntag den Anspruch auf einen Wiesntisch. Die FDP will auf eine Anzeige verzichten.

Mitglieder des Münchner Stadtrats und ihre Mitarbeiter und Gäste haben einen eigenen Bereich auf dem Volksfest mit reservierten Plätzen.