Neue Warnstreiks im ÖPNV: Auch in Brandenburg wird gestreikt

Auch diese Woche kommt es wieder zu Warnstreiks im ÖPNV.
Stefan Puchner/dpaPendler müssen sich erneut auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. In der laufenden Tarifrunde im kommunalen ÖPNV hat die Gewerkschaft ver.di für Donnerstag, 19. März 2026, erneut zu Warnstreiks in mehreren Bundesländern aufgerufen.
Betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaft Bayern, das Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. In den meisten kommunalen Verkehrsunternehmen dürfte der Betrieb an diesem Tag weitgehend stillstehen.
Verkehr könnte vielerorts komplett ausfallen
Nach Angaben von ver.di soll der Streik in zahlreichen Städten und Regionen dazu führen, dass Busse und Straßenbahnen nicht oder nur eingeschränkt fahren. Insgesamt verhandeln Gewerkschaft und Arbeitgeber derzeit über die Arbeitsbedingungen von rund 100.000 Beschäftigten in etwa 150 kommunalen Nahverkehrsunternehmen bundesweit.
In einigen Bundesländern geht es in der Tarifrunde nicht nur um Arbeitsbedingungen, sondern auch um Löhne und Gehälter. Das betrifft unter anderem Bayern, Brandenburg, Thüringen, das Saarland sowie die Hamburger Hochbahn.
Ob sich weitere Länder an den Arbeitskämpfen beteiligen, ist noch offen. In Hessen soll sich im Laufe des Montags nach aktuellen Verhandlungen entscheiden, ob ebenfalls zum Streik aufgerufen wird. In Bremen wird die Entscheidung nach den dortigen Gesprächen am Mittwoch erwartet.
Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen
Die Warnstreiks sind Teil der bundesweiten Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr. Nach Angaben der Gewerkschaft befinden sich viele Verhandlungen auch vier Monate nach Beginn der Tarifrunde noch in einem frühen Stadium. „In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang“, erklärte ver.di-Vizevorsitzende Christine Behle. Von Arbeitgeberseite werde häufig auf schwierige wirtschaftliche Zeiten verwiesen. Dennoch brauche es nun Fortschritte in den Gesprächen.
