Marathon-Abreise und Cyberangriff
: So ist die Lage am BER heute (22.9.)

Am Berliner Flughafen sind zum Wochenstart (22.9.) die Auswirkungen des Cyberangriffs weiterhin spürbar. Das ist die aktuelle Lage am BER.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Nach dem Cyberangriff an europäischen Airports - Berlin: 22.09.2025, Brandenburg, Schönefeld: Zahlreiche Fluggäste informieren sich an den Abflugtafeln im Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg. Nach einem breit angelegten Cyberangriff auf europäische Flughäfen bekommen Passagiere die Auswirkungen auch am Montag noch zu spüren. Vor allem am BER rechnet man nach dem Berlin-Marathon mit einem großen Andrang. Foto: Michael Ukas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Passagiere warten am Berliner Flughafen BER. Der Cyberangriff auf einen Dienstleister hatte vergangene Woche viele europäische Flughäfen getroffen. Auch am Montag (22.9.) gab es weiterhin Probleme.

Michael Ukas/dpa

Nach dem Cyberangriff auf europäische Flughäfen am vergangenen Freitag müssen sich Passagiere am Berliner Flughafen BER weiterhin auf Probleme und längere Wartezeiten einstellen. Hinzu kommen die heute startenden Rückflüge tausender Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Berlin-Marathon. So ist die Lage am Berliner Flughafen BER am 22. September 2025.

Längere Wartezeiten am Montagmorgen

An mehreren Schaltern bildeten sich bereits am frühen Montagmorgen Schlangen, wie ein Flughafensprecher sagte. Verspätungen oder Flugausfälle gab es zunächst nicht. Das könne sich im Tagesverlauf aber ändern. Die externe Firma, deren Computerprogramme zum Einchecken Ziel des Cyberangriffs waren, teilte der dpa mit, man befinde sich in den letzten Zügen der nötigen Updates, die das System wieder voll funktionsfähig machten.

Berlin-Marathon bringt zusätzlichen Druck

Zusätzlichen Druck bringt der Rückreiseverkehr tausender Marathonläufer. Mit 95.000 Passagieren würden viel mehr Menschen erwartet als an einem normalen Montag mit 75.000 bis 85.000. Der BER hatte deshalb schon am Wochenende dazu aufgerufen, online einzuchecken und Gepäck möglichst selbst an Automaten aufzugeben. Auch am Montagmorgen heißt es auf der Webseite des Flughafens: „Aufgrund einer technischen Störung bei einem Dienstleister kommt es zu längeren Wartezeiten. Bitte nutzen Sie den Online-Check-In, Self-Service Check-In und die eigene Gepäckaufgabe (Fast Bag Drop).“

Flughäfen Dublin, Brüssel und London ebenfalls betroffen

Auch die Flughäfen in Dublin, Brüssel und London kämpfen weiterhin mit den Folgen des Cyberangriffs. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat der Flughafen Brüssel die Fluggesellschaften gebeten, die Hälfte der am Montag geplanten Abflüge zu streichen. Gäste sind gebeten, zwei bis drei Stunden vor Abflug zum Flughafen zu kommen.

In London Heathrow hatten die Flughafenmitarbeiter noch am Sonntag (21.9.) alle Hände voll zu tun, um zu einem normalen Flugbetrieb zurückkehren zu können. Am Sonntagnachmittag wies der Airport Passagiere auf seiner Website darauf hin, dass die Arbeiten zur Behebung des Störfalls beim Check-in anhielten. Der Großteil der Flüge könne aber wieder nach Plan stattfinden.

Der ebenfalls betroffene Flughafen der irischen Hauptstadt Dublin teilte am Sonntag mit, weiter an der Bewältigung der durch die technische Störung hervorgerufenen Probleme zu arbeiten. Bis in die Mittagsstunden hinein seien 13 Flüge gestrichen worden.