Mad honey: „Verrückter Honig“ mit halluzinogener bis tödlicher Wirkung

Mad Honey: Achtung, dieser Honig wirkt halluzinogen. Er kann sogar tödlich sein. Was ihn so gefährlich macht. Auf dem Foto: Bienenwaben von den Himalayanischen Honigbienen. (Apis dorsata laboriosa)
imago/Nature Picture Library- „Mad Honey“ aus Nepal und der Türkei wirkt halluzinogen und kann lebensgefährlich sein.
- Er entsteht aus dem Nektar rhododendronhaltiger Pflanzen, der das Nervengift Grayanotoxin enthält.
- Konsum führt zu Halluzinationen, kann aber auch Schwindel, Übelkeit und Herzstillstand auslösen.
- Seit über 2.000 Jahren wird der Honig medizinisch und als Waffe genutzt.
- Ernte ist gefährlich – der Luxus-Honig kostet online mehrere hundert Euro pro Kilo.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Mad Honey“ klingt süß, ist aber alles andere als harmlos. Der psychedelische Honig aus Nepal und der Türkei gilt als neue Kultdroge – doch seine Wirkung ist unberechenbar und kann sogar lebensgefährlich sein.
Verrückter Honig: Was ist Mad Honey?
„Mad Honey“, auch verrückter Honig genannt, entsteht, wenn Bienen den Nektar bestimmter Rhododendron-Arten sammeln. Diese Pflanzen enthalten das Nervengift Grayanotoxin – eine LSD-ähnliche Substanz – das im Honig hoch konzentriert vorkommt. Schon geringe Mengen lösen einen Rauschzustand aus.
Bemerkenswert ist, dass die Wirkstoffe in der Pflanze für die meisten Tiere toxisch, für die dort heimische Kliffhonigbienen jedoch völlig harmlos sind. Übrigens gilt die schwarz-weiß geringelte Riesenhonigbiene mit bis zu drei Zentimetern Länge als größte Honigbiene der Welt.
Halluzinogen: Wirkung zwischen Rausch und Risiko
Viele Touristen kommen in die Gegend, um nur diesen Honig zu probieren. Konsumenten berichten von intensiven Halluzinationen, Wärmegefühlen und einer Art Trance. Doch die Kehrseite ist gefährlich: Schwindel, Übelkeit, Kreislaufprobleme bis hin zu Herzstillstand. Genau diese unberechenbare Mischung macht den Honig so riskant, weil man nie weiß, wie hoch die Konzentration von dem gesammelten Grayanotoxin in dem Honig ist.
Jahrtausendealte Geschichte vom psychedelischen Honig
Schon vor über 2.000 Jahren setzten Krieger in Kleinasien Mad Honey als biologische Waffe ein. Feinde wurden durch vergifteten Honig kampfunfähig gemacht – ein Beleg dafür, wie stark seine Wirkung sein kann. Bei den Gurung (nepalesische Volksgruppe) nutzt man den psychedelischen Honig auch zu medizinischen Zwecken, um z. B. das Immunsystem zu stärken, Gelenkschmerzen zu lindern und ein langes und fruchtbares Leben zu ermöglichen.
Heute erlebt die Substanz durch Social Media und Lifestyle-Magazine ein Comeback.
Woher kommt Mad Honey und was kostet er?
Traditionell wird Mad Honey in den Bergregionen Nepals und der Türkei gewonnen. Der bekannteste Honig stammt laut nearbees.de aus dem Himalaya. Die Ernte ist gefährlich: Bienenstöcke hängen oft an steilen Felswänden, die nur mit waghalsigen Klettertechniken erreichbar sind. Im Onlinehandel gilt der Honig als Luxusdroge und kann mehrere hundert Euro pro Kilo kosten – trotz oder gerade wegen seines riskanten Rufs.

Honigwaben an den Klippen des Araniko Highway in Nepal. Für ihre Nistplätze sucht sich die Riesenhonigbiene die steilsten und unzugänglichsten Felswände aus.
imago/Nature Picture LibraryWarum Mad Honey so brisant ist
Die Mischung aus Exotik, gefährlicher Wirkung und „Naturprodukt-Image“ macht Mad Honey für viele so faszinierend. Doch Experten warnen: Schon kleine Mengen können zu ernsthaften Vergiftungen führen. Wer auf „den besonderen Kick“ hofft, spielt mit seiner Gesundheit.