LVB-Streik in Leipzig
: Wann endet der Warnstreik im ÖPNV?

Verdi bestreikt erneut den ÖPNV in Leipzig. Wann können Fahrgäste wieder mit einem regulären Fahrplan rechnen?
Von
David Hahn
Leipzig
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Straßenbahnen in Leipzig: ARCHIV - 22.03.2024, Sachsen, Leipzig: Straßenbahnen stehen im Depot Angerbrücke der Leipziger Verkehrsbetriebe. Die Bundespolizei in Leipzig warnt vor dem Trend, des sogenannten «Trainsurfing», bei dem meist junge Menschen auf dem Dach oder auf Kupplungen von Zügen mitfahren.    (zu dpa: «Bundespolizei Leipzig warnt vor «Trainsurfen»») Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verdi bestreikt erneut den Nahverkehr in Leipzig. Bis wann kommt es noch zu Ausfällen?

Hendrik Schmidt/dpa

Verdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Leipzig aufgerufen. Ab wann verkehrt der Nahverkehr wieder regulär?

LVB-Streik in Leipzig: Wann ist der Warnstreik vorbei?

Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen zweitägigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen zu massiven Einschränkungen im Leipziger Nahverkehr. Der Streik beginnt am Freitag, 27. Februar 2026, ab 3 Uhr, und dauert bis Sonntag, 1. März, bis ca. 6 Uhr. Die genauen Auswirkungen stehen bisher nicht fest. Laut den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) kann es zu umfangreichen Ausfällen und Einschränkungen im Linienverkehr kommen. Es sei auch möglich, dass der Verkehr komplett eingestellt wird. Die LVB informieren aktuell in den Verkehrsmeldungen über betroffene Linien und bitten Fahrgäste, vor Fahrtantritt die Verbindung unter www.L.de/fahrplan oder in der App LeipzigMOVE zu überprüfen.

Es verkehren vereinzelte Linien weiterhin, die von Subunternehmen durchgeführt werden. Diese Buslinien sind laut LVB voraussichtlich weiterhin unterwegs: 61, 62, 66, 77, 83, 87, 88, 91, 143, 162, 172, 173, 175, 176. Die LVB informieren zudem, dass auch Flexa-Fahrten weiterhin angeboten werden. Nach aktuellem Stand fahren außerdem alle Regionalzüge und S-Bahnen wie gewohnt.

Welche weiteren Alternativen gibt es?

Der Nahverkehr steht am Freitag und Samstag in den meisten Bundesländern still. Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.

Warum wird in Leipzig erneut gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern überwiegend mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierten beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.

Mit Material der dpa