Kampf gegen die Flammen: Verheerende Brände: Alle Rekorde sind schon gebrochen

Frankreichs Präsident Macron besuchte die Einsatzkräfte.
Mohammed Badra/Pool EPA/AP/dpa- In mehreren Ländern Europas wüten Waldbrände – Frankreich ist besonders betroffen.
- Macron sprach von den größten Bränden seit dem Zweiten Weltkrieg und besuchte Einsatzkräfte.
- Fontainebleau: Zehn Prozent des Waldes zerstört, Ermittlungen wegen möglicher Fahrlässigkeit.
- Spanien: In Aragonien brannten rund 4.500 Hektar, mehrere Orte wurden evakuiert.
- Schottland: Ein Brand im Cairngorms-Nationalpark führte zu Evakuierungen nahe Nethy Bridge.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gleich in mehreren Ländern Europas kämpfen Feuerwehren gegen zum Teil verheerende Waldbrände. Besonders betroffen ist aktuell Frankreich. Aber auch brennt es an verschiedenen Orten. Ein Überblick:
Frankreich
Frankreich erlebt die umfangreichsten Waldbrände seit dem Zweiten Weltkrieg, wie Präsident Emmanuel Macron beim Besuch von Feuerwehrkräften sagte, die im bekannten Wald von Fontainebleau südlich von Paris weiter mit Löscharbeiten beschäftigt sind. Zehn Prozent des Waldes, der zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Westeuropas gehört, seien zerstört worden.
„Abgesehen davon steht uns in ganz Frankreich ein Sommer bevor, von dem wir wissen, dass er hart werden wird“, sagte der Präsident. Während die eigentliche Waldbrandsaison noch bevorstehe, seien bereits alle Rekorde gebrochen worden. „Deshalb müssen wir alle zusammenhalten.“

Verheerende Ausmaße hat inzwischen dieser Brand in Frankreich.
Lou Benoist/AFP/dpaUnterdessen deutet einiges darauf hin, dass der erste Brandausbruch im Wald von Fontainebleau eine fahrlässige Ursache haben könnte. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen eine Firma und zwei ihrer Arbeiter ein, die bei Reparaturarbeiten an Leitplanken der A6 einen Trennschneider einsetzten. Funkenflug habe die Vegetation in Brand gesetzt, woraufhin sich das Feuer rasch auf den angrenzenden Wald ausbreitete.
Später wurde auch ein freiwilliger Feuerwehrmann festgenommen, der laut offiziellen Angaben gestand, mit einem Feuerzeug und Benzin ein Feuer gelegt zu haben. Ein anderer Mann trug unabsichtlich mit einer weggeworfenen Zigarettenkippe zum Brandausbruch bei.
Spanien
In Spanien hat ein Brand in Aragonien im Nordosten des Landes nach Behördenangaben bereits rund 4.500 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen zerstört. Das Feuer bei der Ortschaft Orés sei weiter außer Kontrolle, teilte die Regionalregierung mit. Die Orte Orés, Asín, Luesia und Malpica de Arba wurden evakuiert. Nach Medienberichten sind insgesamt rund 500 Menschen betroffen.
Mehr als 400 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Wegen starker und wechselnder Winde gilt die Lage als äußerst schwierig. Die Behörden rechnen damit, dass es mehrere Tage dauern wird, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Großbritannien
Ein Flächenbrand in einem Nationalpark in den schottischen Highlands führte auch dort zur Evakuierung von Häusern, Campingplätzen und weiteren Einrichtungen. Wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, fraßen sich die Flammen auf einer Länge von 3,5 Kilometern durch die Heidelandschaft im Cairngorms-Nationalpark nahe dem Ort Nethy Bridge, südöstlich von Inverness.

Gegen Flammen kämpfen Feuerwehrleute in Schottland.
RSPB Scotland/PA Wire/dpaDas Feuer brach demnach bereits am Mittwochmorgen aus und wütete die ganze Nacht hindurch. Touristen wurden gebeten, das Gebiet zu meiden. Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor.
Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit für Brände etwa im Mittelmeerraum, weil er zu langen Perioden mit Trockenheit und Hitze führt.