In letzter Minute
: Polnische Geheimdienste vereiteln Anschlag auf Wasserversorgung

In Polen wurde ein Anschlag auf die Wasserversorgung einer größeren Stadt verhindert. Hinter derartigen Angriff sollen russische und belarussische Geheimdienste stecken.
Von
David Hahn
Warschau
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Trinkwasserversorgung: PRODUKTION - 24.07.2025, Sachsen, Chemnitz: Trinkwasser läuft in einer Küche in Chemnitz in ein Glas. Der Energieversorger Eins betreibt das rund 1500 Kilometer lange Trinkwassernetz der Großstadt. (zu dpa: «Polen: Geheimdienst vereitelt Anschlag auf Wasserversorgung») Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Sabotage hätte laut der polnischen Regierung in einer größeren Stadt zum kompletten Ausfall der Wasserversorgung führen können.

Hendrik Schmidt/dpa

Die polnischen Geheimdienste haben nach Regierungsangaben einen geplanten Sabotageanschlag auf die Wasserversorgung einer größeren Stadt vereitelt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am 14. August 2025.

Polen: Sabotage der Wasserversorgung

Vize-Regierungschef Krzysztof Gawkowski erklärte dem Nachrichtenportal Onet, man habe „in letzter Minute“ eingegriffen und die Aktion gestoppt, als der Angriff bereits begonnen habe. Die Sabotage hätte dem Regierungschef zufolge dazu führen können, dass es in „einer der größeren Städte kein Wasser gibt“. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, der Name der betroffenen Stadt wurde aus Sicherheitsgründen nicht genannt.

Besondere Rolle im Ukraine-Krieg

Polen gilt seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine als potenzielles Ziel für Anschläge und Sabotageakte. Das EU- und Nato-Mitglied spielt eine zentrale Rolle als politischer und militärischer Unterstützer Kiews und als logistische Drehscheibe für westliche Militärhilfe. Die Regierung in Warschau beschuldigt die Geheimdienste Russlands und seines Verbündeten Belarus, für Brandstiftungen und weitere geplante Sabotageaktionen in Polen verantwortlich zu sein.