HVV-Streik in Hamburg
: Welche Linien fahren morgen und welche nicht?

Der Nahverkehr in Hamburg wird aktuell erneut bestreikt. Hier gibt es den Überblick für Donnerstag, den 19. Februar 2026.
Von
David Hahn
Hamburg
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Warnstreik bei Teilen des Hochbahn-Busverkehrs: 17.02.2026, Hamburg: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochbahn AG streiken am Busbetriebshof Langenfelde. Pendler müssen sich vorübergehend auf Einschränkungen im Hamburger Busverkehr einstellen. Viele Linienbusse der Hamburger Hochbahn werden heute nicht oder nur eingeschränkt fahren. Hintergrund ist ein von der Gewerkschaft Verdi angekündigter Warnstreik. Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Viele Linienbusse der Hamburger Hochbahn werden auch morgen nicht oder nur eingeschränkt fahren. Hintergrund ist ein weiterer Warnstreik der Gewerkschaft Verdi.

Marcus Brandt/dpa

Aktuell kommt es in Hamburg zu weiteren Warnstreiks im ÖPNV. Müssen Fahrgäste morgen, am Donnerstag, dem 19. Februar, ebenfalls mit Einschränkungen rechnen? Hier gibt es den Überblick zu den betroffenen Linien.

Streik in Hamburg morgen am Donnerstag, 19.02.2026

Fahrgäste in Hamburg mussten sich bereits seit Dienstag, dem 17. Februar 2026, auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen Wellenstreik bei den Verkehrsbetrieben der Hochbahn angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen können. Auch bei den VHH kam es am 18. Februar 2026 zu einem Warnstreik, welcher am Donnerstag allerdings nicht weiter andauert.

Bei der Hochbahn sind Arbeitsniederlegungen vom 17. bis einschließlich 19. Februar vorgesehen, wobei an jedem Tag unterschiedliche Bereiche betroffen sein können. Welche Bereiche bestreikt werden, gibt ver.di erst am jeweiligen Vortag bekannt. Für Donnerstag stehen die Auswirkungen jetzt fest. Im weiteren Verlauf können jedoch noch weitere Einschränkungen bekannt gegeben werden.

U-Bahn, Bus, S-Bahn und DB: Was fährt noch?

Der dritte Tag des Wellenstreiks wird die Buslinien der Hochbahn mit Schwerpunkt im Osten der Stadt betreffen. Insgesamt sind 30 Buslinien am Donnerstag, 19.2., vom Streik betroffen (Stand 18. Februar 2026, um 16:45 Uhr).

Nicht verkehren werden von Donnerstag, 19.02., 3:00 Uhr, bis Freitag, 20.02., 3:00 Uhr, die folgenden Buslinien: 8, 9, 10, 11, 27, 116, 118, 160, 162, 167, 255, 260, 263, 368, 608, X35. Die Hochbahn prüft laut eigenen Aussagen am Streiktag, ob die Aufnahme eines stark eingeschränkten Grundangebots auf diesen Buslinien ermöglicht werden kann.

Auf folgenden Buslinien ist trotz Streik, ein instabiler Teilbetrieb möglich: 12, 16, 23, 25, 28, 31, 105, 168, 171, 261, 554, 567, X22, X27. 

Alle bisher nicht genannten weiteren Buslinien sowie die Schulbuslinien fahren gemäß Fahrplan. Die U-Bahnen fahren am Donnerstag wieder regulär. Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) sind nicht vom Streik betroffen und fahren wie gewohnt. Bei den Fähren der HADAG kommt es ebenfalls zu keinen Einschränkungen.

Die hvv-App und hvv.de informieren darüber, welche hvv-Linien fahren. Die Hochbahn informiert die Fahrgäste zudem über die hvv-App und die Social-Media-Kanäle. Updates teilt die Hochbahn zudem hier auf dieser Webseite.

Aktueller Streik in Hamburg 2026: Warum wird erneut gestreikt?

Hintergrund des nächsten Streiks in Hamburg sind laufende Tarifverhandlungen. Ver.di fordert für Hochbahn-Beschäftigte 7,5 Prozent mehr Lohn und kritisiert, dass bislang kein Angebot vorliege. Die Hochbahn bezeichnet die angekündigten Streiks als „unnötig und nicht konstruktiv“ und verweist auf einen vereinbarten Verhandlungsfahrplan mit weiteren Gesprächen am 20. und 24. Februar.

Von den VHH fordert die Gewerkschaft ver.di unter anderem die Einführung einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden. Das Angebot der VHH sieht eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 vor. Auf die Forderungen nach Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns ging die Arbeitgeberseite laut ver.di nicht ein. Das Angebot der VHH bewertet die Gewerkschaft als unzureichend. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder steht in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Tarifstreit im ÖPNV.