HVV-Streik in Hamburg: Fährt die S-Bahn?

Haben die aktuellen Streiks im ÖPNV auch Auswirkungen auf die S-Bahn in Hamburg?
Niklas Graeber/dpaFahrgäste im Hamburger Nahverkehr müssen sich ab Dienstag, 17. Februar 2026, erneut auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat bei der Hochbahn sogenannte Wellenstreiks angekündigt und auch bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) kommt es zu Warnstreiks. Viele Bus- und U-Bahn-Linien können ausfallen oder nur eingeschränkt verkehren. Wie sieht es bei der S-Bahn aus?
Hamburg: Ist die S-Bahn vom Streik betroffen?
Nein. Die S-Bahnen der Deutschen Bahn sind nicht vom aktuellen Arbeitskampf betroffen und fahren regulär. Auch Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress-Züge (RE) verkehren wie gewohnt. Ebenso sind die Fähren der HADAG nicht Teil des Streiks und sollen planmäßig fahren.
Wann wird bei Hochbahn und VHH gestreikt?
Die Hochbahn plant Wellenstreiks vom 17. bis 19. Februar. Dabei können an unterschiedlichen Tagen verschiedene Bereiche bestreikt werden. Welche Betriebsteile jeweils betroffen sind, will Verdi erst am Vortag bekannt geben. Die Hochbahn rechnet in diesem Zeitraum mit einem eingeschränkten Betrieb im Bus- und U-Bahn-Verkehr.
Bei den VHH sind Warnstreiks am 18. und 25. Februar angekündigt. Der erste Streik beginnt am 18. Februar um 3 Uhr und endet am 19. Februar 2026 um 3 Uhr. Da jeweils nur ausgewählte Betriebshöfe oder Beschäftigtengruppen die Arbeit niederlegen, kann es zu wechselnden Einschränkungen kommen.
Fahrgäste sollten ihre Verbindung tagesaktuell vor Fahrtantritt prüfen. Informationen zu fahrenden Linien und Ausfällen bieten die hvv-App, hvv.de sowie die jeweiligen Webseiten der Verkehrsunternehmen.
Warum wird erneut gestreikt?
Hintergrund des nächsten Streiks in Hamburg sind laufende Tarifverhandlungen. Ver.di fordert für Hochbahn-Beschäftigte 7,5 Prozent mehr Lohn und kritisiert, dass bislang kein Angebot vorliege. Die Hochbahn bezeichnet die angekündigten Streiks als „unnötig und nicht konstruktiv“ und verweist auf einen vereinbarten Verhandlungsfahrplan mit weiteren Gesprächen am 20. und 24. Februar.
Von den VHH fordert die Gewerkschaft ver.di unter anderem die Einführung einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden. Das Angebot der VHH sieht eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 vor. Auf die Forderungen nach Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns ging die Arbeitgeberseite laut ver.di nicht ein. Das Angebot der VHH bewertet die Gewerkschaft als unzureichend. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder steht in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Tarifstreit im ÖPNV.
