Nach den Unwettern
: Wann kommt die nächste Hitzewelle?

Nach einer kurzen Wetterberuhigung steuern vor allem der Süden und Südwesten Deutschlands schon wieder auf deutlich höhere Temperaturen zu.
Von
Matthias Kemter
Berlin
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Sonniges und warmes Wetter im Sommer: ARCHIV - 20.06.2024, Sachsen-Anhalt, Heudeber: Das Licht der aufgehenden Sonne scheint auf Mohnpflanzen auf einer Landwirtschaftsfläche. Die neue Woche in NRW startet laut Deutschem Wetterdienst mit viel Sonne und sommerlichen Temperaturen um die 25 Grad. (zu dpa: «Hitze und zu wenig Regen - der Sommer in NRW») Foto: Matthias Bein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die nächste Hitzewelle deutet sich an.

Matthias Bein/dpa

Eine Kaltfront, die von einem Tief bei Island ausgeht, greift derzeit von Nordwesten auf Deutschland über. Sie bringt kühlere und trockenere Luft mit sich. Besonders im Osten und Süden des Landes ist die Luft noch schwül-warm bis heiß und genau dort entladen sich derzeit kräftige Gewitter.

Der Deutsche Wetterdienst warnt für weite Teile Deutschlands vor Starkregen mit Mengen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, regional auch bis zu 30 Litern pro Stunde. Hinzu kommen Sturmböen der Stärke 8 bis 9 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde sowie Hagel. Im Süden besteht sogar die Gefahr extremer Unwetter mit Regenmengen von über 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.

Dienstag bis Donnerstag: Wechselhaft mit Gewitterpotenzial

Die Wetterberuhigung kommt nur schrittweise. Am Dienstag zeigt sich das Wetter wechselnd bewölkt, teils heiter, doch vom Süden bis in die mittleren Landesteile entwickeln sich erneut teils starke Gewitter mit erhöhtem Unwetterpotenzial durch Starkregen und Hagel. Die Temperaturen liegen zwischen 21 und 32 Grad, am wärmsten bleibt es im Südwesten.

Am Mittwoch beruhigt sich die Lage im Westen weitgehend, während im Osten und Südosten noch schauerartiger, teils gewittriger Regen fällt. Die Höchstwerte gehen auf 21 bis 28 Grad zurück, am Oberrhein bleibt es mit bis zu 28 Grad am wärmsten. Am Donnerstag zieht von Westen neuer Regen auf, der Norden wird wolkig und windig. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 20 Grad an der Küste und 29 Grad am Oberrhein.

Wochenende: Erste Anzeichen für Hitzeanstieg

Ab dem Wochenende ändert sich die Großwetterlage spürbar. Am Samstag zeigt sich vor allem im Südwesten mehr Sonne, die Temperaturen klettern am Oberrhein auf bis zu 31 Grad. Im Nordosten bleibt es noch etwas wechselhafter mit vereinzelten Schauern, während die Werte dort zwischen 20 und 25 Grad liegen. Am Sonntag setzt sich der Südwesten weiter durch. Dort bleibt es freundlich und trocken bei bis zu 31 Grad.

Anfang Juli: Hitzewelle im Süden und Südwesten möglich

Eine neue Hitzeentwicklung zeichnet sich in der Trendprognose des Deutschen Wetterdienstes für die erste Juliwoche ab. Von Montag, dem 6. Juli, bis Mittwoch, dem 8. Juli 2026, sollen die Temperaturen im Süden und Südwesten Deutschlands auf 30 bis 35 Grad steigen. Am Oberrhein auch leicht darüber. Damit wäre die Schwelle zur Hitzewelle, die meteorologisch bei mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen mit Temperaturen über 30 Grad liegt, in Teilen Deutschlands erreicht oder überschritten.

Im Norden und Nordosten bleibt es dagegen wechselhafter, mit Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad. Die Hitze konzentriert sich also vor allem auf die südliche Landeshälfte.