Historische Papstwahlen: Das längste und kürzeste Konklave aller Zeiten

Konklave zur Wahl eines neuen Papstes. Welche Rekorde wurden bezüglich der Dauer der Papstwahl bisher aufgestellt?
Uncredited/Vatican Media/AP/dpaPapst Franziskus starb am Morgen des Ostermontags 2025 im Alter von 88 Jahren. Am 7. Mai beginnt die Wahl des neuen Papstes. Am Tag darauf ging aus dem Konklave Papst Leo XIV. als der neue Papst hervor. Die Papstwahl war dabei im 4. Wahlgang erfolgreich. In der Geschichte wichen zwei Wahlen in ihrer Dauer stark davon ab. Was war bisher die kürzeste und die längste Papstwahl?
Vatikan: Was ist das Konklave?
Das Konklave bezeichnet die Versammlung von Kardinälen der katholischen Kirche, die sich zur Wahl des neuen Papstes einfinden. Das Wort „Konklave“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „mit Schlüssel verschlossen“. Da die Teilnehmer des Konklaves vor Beginn der Wahl schwören, absolute Geheimhaltung zu wahren, und während der Wahl keinen Kontakt zur Außenwelt haben dürfen, betont der Begriff „Konklave“ die Geheimhaltung und Besinnung bei der Papstwahl.
Wahlberechtigt sind dabei nur die Kardinäle, welche von einem amtierenden Papst ernannt wurden und die das Alter von 80 Jahren noch nicht erreicht haben. Offiziell zugelassen sind als Obergrenze nur 120. Diese Regelung wurde jedoch in Ausnahmefällen überschritten.
Grundsätzlich kann jeder männliche katholische Christ zum Papst gewählt werden. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass der Kandidat bereits Priester, Bischof oder Kardinal ist – allerdings ist es seit dem 14. Jahrhundert üblich, dass der neue Papst aus den Reihen der Kardinäle stammt.
Die längste Papstwahl
Die Papstwahl verläuft in theoretisch unbegrenzter Anzahl von Wahlgängen. Somit ist es möglich, dass sich die Papstwahl mehrere Tage bis Monate ziehen kann. Im 13. Jahrhundert kam es zu der bislang längsten Papstwahl. 18 Kardinäle konnten sich für circa drei Jahre nicht auf einen Papst einigen. Als Folge wurde die Papstwahl von dem gewählten Papst Gregor X. reformiert, sodass es seitdem nicht mehr als einige Tage oder Wochen dauerte, bis ein neuer Papst ernannt werden konnte.
Kürzeste Wahl: Wann verlief das Konklave besonders schnell?
Die Papstwahl ist den meisten vor allem als mehrtägiges Prozedere bekannt. Auch wenn es teilweise Monate bis Jahre dauerte, bis ein neuer Papst gefunden werden konnte, gab es in der Geschichte der römischen Kirche auch Ausnahmen. 1503 und 1939 wurde der Papst noch am ersten Tag gewählt. Julius II. wurde 1503 sogar innerhalb ein paar Stunden zum nächsten Papst ernannt. Somit sind die Wahlen sehr variabel und es ist schwierig abzusehen, wie lange die nächste Papstwahl dauern wird. Die letzten Wahlen waren jedoch überwiegend innerhalb von mehreren Tagen bis Wochen erfolgreich.
