Heizölpreise aktuell
: Versorgungsengpässe drohen - Experten empfehlen Kauf

Die Heizölpreise haben in diesem Jahr bereits eine echte Berg- und Talfahrt hinter sich. Wie entwickeln sich die Preise für Heizöl weiter? Sollte man jetzt Heizöl kaufen oder abwarten? Experten haben da eine klare Meinung.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Auslieferung von Heizöl: Günter M. liefert mit seinem Tank-LKW der Firma Kopsicker Heizöl an Privathaushalte. Die Verbraucherzentralen haben die Bundesregierung aufgefordert, wegen gestiegener Preise auch Nutzer von Öl- und Biomasseheizungen in den Blick zu nehmen. (zu dpa «Verbraucherzentralen: Auch Nicht-Gaskunden in Blick nehmen») +++ dpa-Bildfunk +++

Sollte man aktuell Heizöl kaufen? Wo stehen die Preise heute und welche Prognosen und Empfehlungen gibt es?

Jens Büttner/dpa

Beim Kauf von Heizöl gilt es, den richtigen Zeitpunkt abzuwägen, um möglichst viel Geld zu sparen und in keine Kostenfalle zu geraten. Soll man jetzt bei den günstigen Preisen zugreifen und den Tank füllen, oder wartet man noch ab und hofft auf weitere Preissenkungen? Hier gibt es die aktuellen Entwicklungen und Empfehlungen im Überblick.

Heizölpreise aktuell: Entwicklung am 8. Juli 2026

Die Heizölpreise sind laut Tecson am Mittwoch, 8. Juli 2026, weiter leicht gestiegen. Grund sind weiterhin die Lage im Iran und in der Straße von Hormus. Täglich kommen neue Nach­richten, weniger über Verhandlungsfortschritte als über neuer­liche Angriffe und mili­tä­ri­sche Muskel­spiele. Laut Tecson liegt der über­regio­nal erhobene Durch­schnitts­preis heute bei 123,00 Cent pro Liter Heizöl. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Heizölpreise um 3,1 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich sind die aktuellen Preise um 25,8 Prozent teurer.

Das Heizöl-Portal Fastenergy gibt den aktuellen Durchschnittspreis von Heizöl in Deutschland am Montagmorgen mit 118,28 Euro pro 100 Liter an.

Heizöl kaufen oder warten: Prognose und Empfehlung

Das Ölmarktportal Fastenergy rechnet damit, dass der Heizölpreis in Zukunft weiter klettert und rät: „Der Großteil der Ölheizer hofft trotz des aktuellen Aufwärtstrends weiter auf fallende Notierungen in den nächsten Wochen, was aber leider wohl kaum eintreten wird. Viel wahrscheinlich sind hingegen massive Versorgungsengpässe im Spätsommer bzw. Herbst. Diese Annahme begründet sich durch niedrige Bestände in den Verbrauchertanks und die extreme Kaufzurückhaltung in den letzten Wochen und Monaten. Ein stark überhöhtes Bestellaufkommen vor Beginn der Heizperiode ist vorprogrammiert, die Ausfuhrkapazitäten des Handels sind aber begrenzt."

Das Heizöl-Portal Tecson geht ebenfalls von einer steigenden Nachfrage aus: „Die Heizöl-Literpreise entfernen sich von ihrem 15-Wochen Tief. Wer nicht an eine akzeptable Verhandlungslösung mit dem Iran glaubt und letztlich ein Scheitern der Verhandlungen erwartet, der mag den Heizölpreis jetzt mitnehmen. Die große Mehrzahl der „Sommerbesteller“ wartet noch ab, auf bessere Preise spekulierend."

Durchschnittliche Heizölkosten für ein Einfamilienhaus

Die durchschnittlichen Heizölkosten für ein Einfamilienhaus betrugen laut Vergleichsportal Verivox in der vergangenen Heizperiode rund 1.554 Euro. Das entspreche einem leichten Anstieg von rund einem Prozent. Ein Preisrückgang bei Heizöl gleiche den gestiegenen Wärmebedarf nahezu aus. Wie viel der einzelne Haushalt konkret bezahlt habe, hänge aber vom Zeitpunkt der Heizölbestellung ab.