Heizölpreise aktuell im Sinkflug
: So günstig war Tanken seit Jahren nicht mehr

Die Heizölpreise sind in den letzten Tagen gesunken. Wie entwickeln sich die Preise für Heizöl weiter? Sollte man jetzt Heizöl kaufen oder noch weiter abwarten?
Von
David Hahn,
Daniel Steiger
Berlin
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Beim Kauf von Heizöl muss auch in Sachsen tief in die Tasche gegriffen werden. Eine aktuelle Übersicht über Preise für Heizöl, Lieferfristen und Bezahlmöglichkeiten gibt es hier. (Symbolfoto)

ARCHIV - 09.11.2021, Schleswig-Holstein, Itzehoe: Ein Mitarbeiter eines Diesel- und Heizöl-Unternehmens befestigt die Zapfpistole an einem Füllstutzen für die Heizöllieferung an einen Kunden in einem Einfamilienhaus. Die Linke im Bundestag fordert wegen der stark gestiegenen Energiepreise umfassende Hilfen für Bürger und Unternehmen. (zu dpa «Linke fordert Energiekostengipfel im Kanzleramt») Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sollte man aktuell Heizöl kaufen? Wo stehen die Preise heute und welche Prognosen und Empfehlungen gibt es?

Christian Charisius/dpa

Beim Kauf von Heizöl gilt es den richtigen Zeitpunkt abzuwägen, um möglichst viel Geld zu sparen und in keine Kostenfalle zu geraten. Soll man jetzt bei den scheinbar günstigen Preisen zugreifen und den Tank füllen, oder wartet man noch ab und hofft auf weitere Preissenkungen? Hier gibt es die aktuellen Hintergründe und Entwicklungen im Überblick.

Heizölpreise aktuell am 9.4.2025: Neues Preistief erreicht

Die Heizölpreise sind laut Tecson auf Mittwoch weiter gefallen und haben in Dollar den niedrigsten Stand seit 4 Jahren erreicht. Der aktuelle Mittelpreis liegt dem Portal zufolge bei 91,6 Cent pro Liter Heizöl. Das ist in Deutschland das güns­tigste Preisniveau seit Mitte 2023. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Heizölpreise um 5,9 % gesunken, und im Jahresvergleich sogar um 9,9 %.

Das Heizöl-Portal Fastenergy gibt den aktuellen Durchschnittspreis von Heizöl in Deutschland um 11:42 Uhr mit 90,39 € pro 100 Liter an.

Heizöl heute kaufen? Hintergründe und Prognose

Die OPEC+ plant, ihre Ölproduktion im Mai um 411.000 Barrel pro Tag zu steigern, was für Verbraucherinnen und Verbraucher ein positives Signal darstellt. Zudem hat Goldman Sachs seine Ölpreisprognosen für 2025 nach unten korrigiert. Aufgrund des Zollstreits wird befürchtet, dass der globale Ölverbrauch zurückgeht und sich damit in eine starke Überver­sorgung einstellen könnte.

Das Ölmarktportal Tecson weist darauf hin: „Es besteht dieser Tage ein hohes Kaufin­teresse seitens der Heizöl­ver­braucher. Die sehr attraktiven Heizöl­preise bewir­ken, dass aktuell viele Kunden bereits jetzt einen weit­sich­tigen Vor­rats­kauf tätigen.
Neues Thema sind die niedrigen Rhein-Wasser­stände. Die aktuellen Pegel lassen nur noch Teil­bela­dungen der Fracht­kähne zu. Diese Entwicklung wird sich sicherlich noch verschärfen. In Bezug auf die Heizöl­preise dürfte der Süd­westen Deutschland getroffen werden, der in den Öltrans­porten großteils über die Rheinschiene versorgt wird.“

Das Heizöl-Portal Fastenergy schreibt: „Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute erfreulicherweise mit kräftigen Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein weiteres Minus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen stehen mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des Ukraine-Krieges, also seit über drei Jahren. Die Schnäppchenjagd am Heizöl-Markt ist somit eröffnet!“