DDR-Fußballer: Heiko Weber (61) gestorben - Was war die Todesursache?
Heiko Weber ist mit 61 Jahren gestorben. Woran starb die Legende des FC Carl Zeiss Jena? Alle Infos zur Todesursache und seiner Krebserkrankung.
Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpaHeiko Weber ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Wie der FC Carl Zeiss Jena am Montag mitteilte, erlag die Vereinslegende den Folgen einer schweren Erkrankung. Erst im Februar 2026 war öffentlich bekannt geworden, dass der frühere Stürmer und Trainer an Bauchspeicheldrüsenkrebs litt. Die Nachricht von seinem Tod löste große Trauer aus. Der FC Carl Zeiss Jena verabschiedete sich mit emotionalen Worten von seinem ehemaligen Spieler und Trainer. „So sehr man auch mit dieser schlimmen, endgültigen Nachricht rechnen musste, so sehr trifft sie uns bis ins Mark“, erklärte der Verein.
Todesursache von Heiko Weber: Er litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs
Heiko Weber starb an den Folgen seiner Krebserkrankung. Bei dem früheren Fußballprofi war Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Die Diagnose hatte er kurz vor Weihnachten 2025 erhalten. Im Februar 2026 wurde seine Erkrankung öffentlich bekannt. Nach Bekanntwerden der Diagnose erfuhr Weber große Unterstützung aus der Fußballgemeinschaft. Fans und der Ehrenrat des FC Carl Zeiss Jena organisierten eine Spendenaktion, um eine Schmerztherapie für den ehemaligen Trainer zu finanzieren. Im Juni 2026 fand außerdem ein Benefizspiel für Weber statt. Zahlreiche frühere Mitspieler und Weggefährten, darunter Bernd Schneider, Henning Bürger und Mark Zimmermann, nahmen daran teil. Weber saß dabei noch einmal auf der Trainerbank und hielt eine bewegende Ansprache in der Kabine. „Ich habe vor dem Spiel eine Ansprache in der Kabine gehalten, da habe ich Tränen in den Augen gehabt“, berichtete er anschließend. Es sollte sein letzter öffentlicher Auftritt werden.
Heiko Weber schrieb Fußballgeschichte in der DDR
Besonders eng verbunden war Heiko Weber mit dem FC Carl Zeiss Jena. Als Spieler absolvierte er mehr als 300 Partien für den Thüringer Traditionsverein und schrieb dabei Fußballgeschichte. Am 25. Mai 1991 erzielte Weber beim 2:0-Erfolg gegen Energie Cottbus den letzten Treffer in der Geschichte der DDR-Oberliga. Sein Tor sicherte Jena den entscheidenden Vorteil im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auch als Trainer feierte Weber große Erfolge. Nachdem er 2004 die Verantwortung beim damals viertklassigen FC Carl Zeiss Jena übernommen hatte, führte er die Mannschaft innerhalb von zwei Spielzeiten zurück in die 2. Bundesliga. Später arbeitete Weber unter anderem bei Energie Cottbus, Erzgebirge Aue und dem ZFC Meuselwitz. Seine letzte Trainerstation endete im April 2023. Anschließend war er als pädagogischer Assistent an einer Schule in Jena tätig.
FC Carl Zeiss Jena trauert um Vereinslegende
Mit Heiko Weber verliert der ostdeutsche Fußball eine prägende Persönlichkeit. Für die Anhänger des FC Carl Zeiss Jena bleibt er sowohl als Spieler als auch als erfolgreicher Aufstiegstrainer in Erinnerung. „Mit Heiko Weber verliert unser FC Carl Zeiss Jena einen ganz besonderen Menschen, der unseren Verein in der Wende- und Nachwendezeit so sehr geprägt hat wie kaum ein Anderer“, würdigte der Klub seine Vereinsikone. Auch beim ZFC Meuselwitz ist die Bestürzung groß. Vereinspräsident Hubert Wolf erinnerte an die freundschaftliche Verbindung zu Weber und die gemeinsamen sportlichen Erfolge. Heiko Weber hinterlässt nicht nur sportliche Erinnerungen, sondern auch zahlreiche Menschen, die ihn als Mitspieler, Trainer, Kollegen und Familienmenschen schätzten. Er wurde 61 Jahre alt.
