Haus bei Starkregen und Unwetter: Das rät die Verbraucherzentrale Brandenburg

Starkregen kommt auch in Brandenburg immer häufiger vor und führt zu Überschwemmungen. Die VZ-Brandenburg gibt Hauseigentümerinnen wertvolle Tipps zum Schutz vor Wasserschäden.
Armin Weigel/dpa„Durch den Klimawandel nimmt die Gefahr von Starkregen auch in Brandenburg zu und kann jedes Gebäude treffen, selbst abseits von Gewässern“, warnt Joshua Jahn, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB).
Denn mit zunehmenden Wetterextremen steigt auch das Risiko für Überschwemmungen in Brandenburg, nicht nur aufgrund zu vieler versiegelter Flächen, auch die Kanalisation ist bei Starkregen vielerorts überfordert. Was Eigentümerinnen und Eigentümer tun können, um ihr Wohneigentum für solche Wetterphänomene fit zu machen.
Wasserschäden durch Starkregen: Hier ist das besonders gefährlich
Besonders gefährdet sind nach Angaben der VZB Kellerräume, Souterrain-Räume oder auch tiefliegende Hauseingänge. Wer eine erste Einschätzung für das eigene (oder fremde) Gebäude erhalten möchte, bekommt diese auf dieser Hinweiskarte für Starkregengefahren.
Schutz vor Wasserschäden: Das rät die Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentrale in Brandenburg bietet regelmäßig Online-Vorträge an, die sich mit dem Thema Sanierung befassen. Sie rät, den Schutz des eigenen Hauses schrittweise anzugehen. Sind die Risiken geprüft (siehe Karte oben) heißt es im nächsten Schritt: Vorbeugen! Das bedeutet: Regenwasser umlenken, damit es gar nicht erst ans oder ins Haus gelangt.
Wie das im Einzelfall umgesetzt wird, ist natürlich abhängig von den Gegebenheiten vor Ort. Immer hilfreich sind: Überdachungen, Schwellen oder Aufkantungen an Eingängen, rät die VZB. Auch druckdichte (bei Abwesenheit verschlossene) Kellerfenster und abgedeckte Lichtschächte sind ein zusätzlicher Schutz. Gefälle sollten immer vom Haus wegführen. Entsiegelte Flächen fördern die Versickerung.
Kanalisation: Rückstau bei Starkregen vermeiden
Ein weiterer Angriffspunkt des Wassers bei Unwetter und Starkregen ist die Kanalisation. Wenn die überfordert ist, steigt das Wasser oft über Toiletten oder Bodenabläufe im Keller zurück ins Gebäude. Rückstauklappen und Hebeanlagen verhindern das und sorgen dafür, dass sanitäre Einrichtungen auch bei Rückstau noch nutzbar bleiben.
Wohngebäudeversicherung: Leistungen prüfen
Wenn es zu einem Wasserschaden kommt, ist guter Versicherungsschutz gefragt. Die VZB empfiehlt, die Wohngebäudeversicherungen dahingehend zu überprüfen, ob bereits eine Zusatzversicherung für die finanziellen Folgen von Naturgefahren vorhanden ist. So ein Schutz ist wichtig und sollte immer im Versicherungspaket verankert sein. Neben Starkregen, Erdabsenkungen und anderem sollte auch der Rückstau in der Elementarschadenzusatzversicherung versichert sein.
Wichtig: Die Versicherungsbedingungen schreiben regelmäßig den Einbau von Rückstauklappen vor. „Wurden diese nicht eingebaut, bleiben Versicherte sehr wahrscheinlich auf den finanziellen Folgen von Rückstauschäden sitzen“, so Erk Schaarschmidt, Jurist bei der VZB.
VZB bietet Online-Vorträge und Beratungen an
Wer ein Haus besitzt oder in Zukunft eines kaufen (bzw. umbauen) möchte, kann bei der Verbraucherzentrale verschiedene Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Die VZB bietet beispielsweise Online-Vorträge zum Thema Sanierung und Förderungen an, die den Bereich „Schutz vor Starkregen“ mitbehandeln. Der nächste Vortrag findet am 1. Oktober 2025 statt. Informationen zur Anmeldung gibt es hier.
