Haralds Enkelin teilt persönliche Worte
: "Ich hab dich so unglaublich lieb, Moffa."

Nach dem Tod von König Harald nimmt seine Enkelin Maud Angelica Behn mit bewegenden Worten Abschied.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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NORWAY-ROYALS-HARALD-FUNERAL: The son of Queen Mette-Marit of Norway Marius Borg Hoiby (R) and Maud Angelica Behn (L) and Emma Tallulah Behn, daughters of Princess Märtha Louise of Norway, leave after the funeral service for late King Harald V of Norway before the casket is moved in a procession from Oslo Cathedral to Akershus Castle in Oslo, Norway, on September 9, 2026. (Photo by Odd ANDERSEN / AFP)

Maud Angelica Behn bei der Trauerfreier für ihren Großvater, König Harald V. von Norwegen.

ODD ANDERSEN/afp

Maud Angelica Behn hat sich mit sehr persönlichen Worten von ihrem Großvater König Harald verabschiedet. Auf Instagram schrieb die 23-jährige Enkelin des norwegischen Monarchen über ihre Trauer, gemeinsame Erinnerungen und eine Rede des Königs, die sie besonders geprägt habe.

„Vor einiger Zeit haben wir unseren wunderbaren Großvater verloren“, beginnt Behn ihren Beitrag. Die vergangenen Tage habe sie sich Zeit für sich selbst genommen, sei bei ihrer Familie gewesen und habe versucht, das Geschehene zu begreifen. Obwohl sie sich viel mit Trauer und Offenheit beschäftige, könne man auf einen solchen Verlust niemals wirklich vorbereitet sein. „Es tut weh, egal wie und wen man verliert“, schreibt sie.

Maud Angelica Behn weiß bereits seit jungen Jahren, was es bedeutet, einen nahestehenden Menschen zu verlieren. Mit 16 Jahren verlor sie ihren Vater Ari Behn, der sich am 2019 das Leben nahm. Seitdem setzt sie sich immer wieder öffentlich mit Trauer, Verlust und psychischer Gesundheit auseinander. 2025 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrer Freundin Helena Stålnacke das Buch „Plutselig – personlige fortellinger om ung sorg“ („Plötzlich – persönliche Geschichten über junge Trauer“). Darin schildern die beiden ihre Erfahrungen mit dem Verlust eines Elternteils in jungen Jahren und beschäftigen sich damit, wie Trauer das weitere Leben prägt.

Ihren Großvater beschreibt Maud Angelica Behn als einen außergewöhnlichen Menschen mit viel Humor. Er habe immer mit der Familie gescherzt und sie „Tante Maud“ genannt. Besonders in Erinnerung geblieben seien ihr außerdem seine Umarmungen. „Ich vermisse ihn jetzt schon so sehr“, schreibt sie.

Dank für Blumen und Kerzen vor dem Schloss

Auch die Anteilnahme der Bevölkerung bewegt die Königsenkelin. Es sei berührend zu sehen, wie viele Menschen ihren Großvater geliebt hätten. Zahlreiche Menschen hätten Blumen und Kerzen auf dem Schlossplatz niedergelegt und freundliche Worte gefunden. „Das ist unglaublich bewegend. Vielen Dank dafür“, so Behn.

In ihrem Beitrag erinnert sie außerdem an eine Rede König Haralds aus dem Jahr 2016. Darin hatte der Monarch ein vielfältiges und offenes Bild Norwegens gezeichnet:

„Norweger sind Mädchen, die Mädchen lieben, Jungen, die Jungen lieben, und Mädchen und Jungen, die einander lieben. Norweger glauben an Gott, Allah, das Universum und an nichts. Mit anderen Worten: Norwegen seid ihr. Norwegen sind wir.“

Für Maud Angelica Behn seien diese Worte weit mehr als eine viel zitierte Rede ihres Großvaters gewesen. Sie stünden für das, was Norwegen ausmache: ein Land voller unterschiedlicher und einzigartiger Menschen. Sie habe ihrem Großvater mehrfach erzählt, wie sehr sie diese Rede liebe und wie viel sie für viele Menschen – und auch für sie selbst – bedeute.

Königshaus erinnerte bereits an Harald als Familienmenschen

Bereits am 30. August hatte das norwegische Königshaus auf Instagram einen Beitrag veröffentlicht, der König Harald gemeinsam mit seiner Tochter Prinzessin Märtha Louise und deren Töchtern zeigt. Dazu zitierte der Palast einen Satz des Königs aus dem Jahr 2012: „Die Zeit, die wir zusammen verbringen, ist das Wertvollste, was wir haben.“

Das Königshaus erinnerte dabei auch daran, wie wichtig Harald seine Familie und insbesondere seine Enkelkinder waren. Er habe viel Zeit mit ihnen verbracht und häufig gezeigt, wie stolz er auf seine Kinder und Enkel sei. Nach der Geburt seines ersten Enkelkindes hatte Harald demnach einmal gesagt, er habe nie gedacht, dass er wie andere Großeltern so vernarrt in seine Enkel sein würde – sei es dann aber doch geworden.

Der Beitrag unterstreicht noch einmal die enge Beziehung, von der nun auch Maud Angelica Behn in ihrem persönlichen Abschied von ihrem „Moffa“ erzählt.

„Danke für alles“

Am Ende ihres Beitrags richtet sich Behn noch einmal direkt an ihren Großvater. Mit dem familiären Kosenamen „Moffa“ – einer norwegischen Bezeichnung für den Großvater mütterlicherseits – schreibt sie: „Ich habe dich so unglaublich lieb, Moffa. Vielen Dank für alles! Ruhe in Frieden.“

Zu den emotionalen Worten veröffentlichte sie das Foto eines gefalteten Kranichs. Er ist ein Symbol für Glück und Frieden, aber auch für ein langes, erfülltes Leben.