Glättewarnung für Brandenburg: So werden Schuhe schnell rutschfest

Bei Glatteis braucht es schnell, effektive Lösungen für die Schuhe. So kann man das Schuhwerk schnell und mit Hausmitteln rutschfest machen. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpaDer Winter hat Brandenburg und den Rest des Landes weiterhin im Griff, der Deutsche Wetterdienst gibt seit Jahresbeginn nahezu täglich Glättewarnungen heraus. Auch aktuell ist das wieder der Fall. Der anhaltende Frost in Kombination mit Eisregen und Tauwetter hat in den vergangenen Wochen vielerorts für eine dicke Eisschicht auf den Gehwegen gesorgt. Wer kann, bleibt zu Hause. Wer diesen Luxus nicht hat, muss sich Alternativen überlegen. Diese einfachen Mittel gibt es, um Schuhe schnell rutschfest zu machen.
7 Hausmittel für rutschfeste Sohlen
Einweckgummis aus der Küche: Dicke Gummiringe von Einweckgläsern werden vorn über die Schuhspitze gezogen. Sie liegen straff an der Sohle an und erhöhen kurzfristig die Bodenhaftung. Geeignet ist das vorrangig für kurze Strecken, die Gummis halten der Belastung in der Regel nicht lange stand.
Wollsocken über den Schuhen: Im Notfall können Wollsocken über die Schuhe gezogen werden. Das Material erhöht die Reibung auf vereisten Wegen. Die Lösung hält nicht lange, da die Socken schnell durchscheuern, kann aber kurzfristig helfen.
Teppichreste unter der Sohle: Alte Teppichstücke lassen sich als einfache Anti-Rutsch-Lösung nutzen. Die Schuhsohlen gründlich reinigen, Teppichreste zuschneiden und mit Alleskleber unter die Sohlen kleben. Die raue Oberfläche sorgt für deutlich mehr Grip auf Schnee und Eis. Allerdings lassen sich die Kleberreste später schlecht entfernen. Dieser Tipp ist also eher etwas für ältere Schuhe.
Haarspray mit Sand oder Salz: Haarspray macht glatte Sohlen vorübergehend klebrig und damit griffiger. Das Spray großzügig auf die Unterseite der Schuhe auftragen, am besten draußen vor der Tür. Für mehr Wirkung direkt danach etwas Sand oder Salz auf die noch feuchte Sohle streuen. Die Partikel haften am Spray und verbessern den Halt. Die Methode verliert bei starker Nässe schnell an Wirkung.
Doppelseitiges Klebeband: Doppelseitiges Klebeband wird in Kreuzform auf die Sohle geklebt. Die Streifen sollten sich in der Mitte überlappen und möglichst viel Fläche abdecken. Das Klebeband erhöht die Bodenhaftung spürbar, nutzt sich aber ähnlich schnell ab wie Haarspray.
Sandpapier gegen glatte Sohlen: Glatte Sohlen lassen sich dauerhaft aufrauen. Grobkörniges Sandpapier wird gleichmäßig über die Sohle geführt, um die Oberfläche griffiger zu machen. Vorsichtig arbeiten, um die Sohle nicht zu beschädigen. Besonders bei glatten Ledersohlen von Businessschuhen bringt dieser Trick mehr Sicherheit.
Heißkleber als Anti-Rutsch-Hilfe: Mit einer Heißklebepistole lassen sich dünne Linien in Wellen- oder Kreuzform auf die Sohle ziehen, ähnlich wie bei „Stoppersocken“. Nach dem Trocknen entsteht eine flexible Struktur mit mehr Grip. Der Kleber sollte allerdings sparsam aufgetragen werden, damit das Laufgefühl erhalten bleibt.
Die beschriebenen Tipps sind als „Erste Hilfe“ gedacht, da die Methoden nicht den gesamten Tag über halten. Wer bei Glätte längere Strecken zu Fuß zurücklegen muss, für den lohnen sich Schuh-Spikes aus dem Outdoorbedarf. Diese lassen sich über die Winterschuhe ziehen und sorgen so für sicheren Halt, auch über längere Strecken.
