Gefahr beim Pilzesammeln
: Diese tödlich giftigen Pilze gibt es in den Wäldern

Eine Liste mit tödlich giftigen Pilze, ihre lateinischen Namen und das Pilzgift, was sie tödlich macht.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
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HANDOUT - Grüne Knollenblätterpilze stehen auf Waldboden. Der Giftpilz sieht essbaren weißen Champignons ähnlich. Der Verzehr des Pilzes kann die Leber schädigen und sogar tödlich enden. (zu dpa: «Kinder nach Pilzvergiftung in akuter Gefahr - Spenderorgan?») +++ dpa-Bildfunk +++

So sehen tödliche Giftpilze aus.

picture alliance/dpa/Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V./Rainer Wald

Wer im Herbst gerne „in den Pilzen“ ist, muss die essbaren Pilze gut kennen. In unseren Wäldern wachsen neben essbaren Speisepilzen auch gifte Pilze. Einige von den giftigen Pilzen sind sogar tödlich giftig. Welche Pilze giftig sind und wie einige von ihnen aussehen.

Liste mit tödlich giftigen Pilze

Es gibt Pilze, die sind giftig, stark giftig oder tödlich giftig. Das sind die tödlich giftigen Pilze, ihre lateinischen Namen und das Pilzgift, was sie tödlich macht.

  • Spitzgebuckelter Raukopf (Cortinarius rubellus): Orellanin
  • Schöngelber Klumpfuß (Cortinarius splendens): Unbekannte Nierengifte
  • Runzeliger Glockenschüppling (Conocybe rugosa): Amatoxine
  • Orangefuchsiger Raukopf (Cortinarius orellanus): Orellanin
  • Ohrförmiger Weißseitling (Pleurocybella porrigens), nur bei nierenkranken Personen giftig: Pleurocybellaziridin
  • Mutterkornpilz (Claviceps purpurea), kann jedoch medizinisch verwendet werden: Mutterkornalkaloide
  • Lilabrauner Sand-Schirmling (Lepiota brunneolilacea): möglicherweise Amatoxine
  • Kegelhütiger Knollenblätterpilz (Amanita virosa): Amatoxine, Phallotoxine
  • Kahler Krempling (Paxillus involutus), Autoimmunreaktion durch früheren Verzehr von Kremplingen: Hämolysine, Hämagglutine, weitere unbekannte Giftstoffe und nach vorangegangenen Mahlzeiten mögliche, lebensgefährliche Hämolyse durch Autoimmunreaktion
  • Grünling (Tricholoma equestre): vermutlich toxische Pigmente
  • Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides): Amatoxine, Phallotoxine
  • Gift-Häubling (Galerina marginata): Amanitin
  • Gewächshaus-Schirmling (Lepiota citrophylla): Amanitin
  • Frühlings-Knollenblätterpilz (Amanita verna): Amatoxine, Phallotoxine
  • Frühjahrs-Lorchel (Gyromitra esculenta): Gyromitrin
  • Fleischrötlicher Schirmling (Lepiota helveola): Amanitin
  • Fleischrosa Schirmling (Lepiota subincarnata): Amanitin
  • Fleischbräunlicher Schirmling (Lepiota brunneoincarnata): Amanitin

So sehen einige tödliche Pilze aus

  • Der Pilzsachverständige Helmut Kolar hat einen nicht essbaren Pilz der Art Kahler Krempling gefunden. Nach dem häufigen Regen im September gibt es Hoffnung auf eine gute Speisepilzsaison. (zu dpa "Experten erwarten trotz langer Trockenheit vorerst gute Pilzsaison") +++ dpa-Bildfunk +++

    Kahler Krempling

    Thomas Frey/dpa
  • Das undatierte Archivbild zeigt den "Grünling", einen Pilz der laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Mykologie für den Tod von drei Menschen verantwortlich sein soll. Der beliebte Speise- und Marktpilz soll, laut einer Studie, für Muskelschwäche verantwortlich sein, warnen die Experten. dpa (zu dpa-Korr.: "Beliebter Speisepilz soll tödlich giftig sein - Experten warnen" vom 10.10.2001) +++ dpa-Bildfunk +++

    Grünling

    Christian Vollbracht/dpa
  • HANDOUT - Grüne Knollenblätterpilze stehen auf Waldboden. Der Giftpilz sieht essbaren weißen Champignons ähnlich. Der Verzehr des Pilzes kann die Leber schädigen und sogar tödlich enden. (zu dpa: «Kinder nach Pilzvergiftung in akuter Gefahr - Spenderorgan?») +++ dpa-Bildfunk +++

    Grüner Knollenblätterpilz

    picture alliance/dpa/Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V./Rainer Wald
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