Führerschein umtauschen 2025
: Fristen für graue, rosa und DDR- und Karten-Führerscheine

Diese Fristen für die grauen, pinken, DDR- und Kartenführerscheine gibt es. Wenn der „Lappen“ nicht umgetauscht wird, droht dieses Verwarnungsgeld.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
Jetzt in der App anhören
Ein Autoschlüssel liegt auf einem ungültigen alten Papierführerschein und einem Führerschein in Scheckkartengröße. (zu dpa: «Mehr als 2.000 Menschen verzichten in Hessen auf Führerschein») +++ dpa-Bildfunk +++

Alte Führerscheine müssen umgetauscht werden. Das gilt für graue, pinke und DDR-Führerscheine aus Papier sowie einige Karten-Fahrerlaubnisse. Welche Fristen es gibt und welches Verwarnungsgeld droht. (Symbolbild)

Arne Dedert/dpa
  • Alte Führerscheine müssen bis 2025 gegen neue Kartenführerscheine umgetauscht werden.
  • Umtauschfristen: Geburtsjahre vor 1953 bis 2033, 1953-1958 bis Juli 2022, 1959-1964 bis Januar 2023.
  • Verwarnungsgeld von 10 Euro bei Verstoß, keine neue Prüfung erforderlich.
  • Umtausch erfordert Ausweis, biometrisches Foto und kostet ca. 25 Euro.
  • Ziel: EU-weit fälschungssichere und einheitliche Führerscheine.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Personen, die ab 1971 geboren sind und noch im Besitz eines Papierführerscheins sind, müssen diesen bis zum 19. Januar 2025 gegen einen Führerschein im Scheckkartenformat umtauschen. Damit werden alle verbleibenden Papierführerscheine abgeschafft, außer für diejenigen, die vor 1953 geboren wurden, bei denen die Umtauschfrist bis 2033 verlängert wurde. Der Umtausch von alten Scheckkartenführerscheinen ist erst ab 2026 erforderlich. Dieser Umtausch ist gesetzlich vorgeschrieben.

Übersicht:

  • Der neue Führerschein
  • Was man beim Umtausch der Führerscheine braucht
  • Fristen für graue, rosa und DDR-Führerscheine
  • Fristen für den Papier-Führerschein
  • Fristen für alte Kartenführerscheine

Neuer Führerschein und das Verwarnungsgeld, wenn nicht getauscht wird

Der neue Führerschein ist für 15 Jahre gültig, das Ablaufdatum bezieht sich nur auf das Dokument und nicht auf die Fahrerlaubnis. Es ist kein neuer Test oder eine medizinische Untersuchung erforderlich, jedoch gilt dies nur für Pkw- und Motorradführerscheine, nicht für Lkw- und Busführerscheine.

Diejenigen, die nach dem Stichtag noch mit dem alten Führerschein fahren, riskieren ein Verwarnungsgeld von 10 Euro. Es handelt sich jedoch nicht um eine Straftat wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis für Pkw- oder Motorradfahrer.

Es könnten Probleme beim Mieten eines Autos auftreten, insbesondere im Ausland, wenn man nach Ablauf der Frist weiterhin mit dem alten Führerschein fährt.

Was man beim Umtausch der alten Führerscheine braucht

Der ADAC rät dazu, den Umtausch rechtzeitig bei der Führerscheinstelle zu beantragen. Für den Umtausch werden ein Ausweisdokument, ein biometrisches Passfoto und der aktuelle Führerschein benötigt. Die Kosten für den Umtausch belaufen sich auf ca. 25 Euro.

Die Umtauschaktion basiert auf einer EU-Richtlinie, die vorsieht, dass alle Führerscheine in der EU künftig fälschungssicher und einheitlich sein müssen. In Deutschland regelt ein Gesetz die Reihenfolge, in der Fahrer ihre Führerscheine umtauschen müssen. Die ersten Umtausche fanden bereits 2022 statt, und der Prozess muss bis 2033 abgeschlossen sein.

Führerschein umtauschen 2025: Das sind die Fristen für graue, rosa und DDR-Führerscheine

Die erste Frist – und zwar für die Geburtsjahre 1953 bis 1958 – wurde vom Januar auf den Juli 2022 verschoben. Verstöße gegen die Umtauschpflicht gab es angesichts der Corona-Pandemie nicht. Das beschloss die Innenministerkonferenz unter dem Vorsitz von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Von der ersten Umtauschpflicht 2022 betroffen waren alle Autofahrer der Geburtsjahre 1953 bis 1958 mit alten Papierführerscheinen, die bis zum 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden – das sind also die grauen oder rosafarbenen „Lappen“ oder DDR-Führerscheine.

Die Fristen für den Papier-Führerschein sehen wie folgt aus:

  • Personen mit Geburtsjahrgang vor 1953 müssen den Führerschein bis 19. Januar 2033 umtauschen
  • Personen mit Geburtsjahrgang zwischen 1953 und 1958 müssen den Führerschein bis 19. Juli 2022 umtauschen
  • Personen mit Geburtsjahrgang zwischen 1959 und 1964 müssen den Führerschein bis 19. Januar 2023 umtauschen.
  • Personen mit Geburtsjahrgang zwischen 1965 und 1970 müssen den Führerschein bis 19. Januar 2024 umtauschen.
  • Personen mit Geburtsjahrgang 1971 und später müssen den Führerschein bis 19. Januar 2025 umtauschen.
  • Unabhängig der Fristen ist der Umtausch auf freiwilliger Basis jederzeit möglich. Die Frist stellt demnach nur einen spätesten Zeitpunkt dar.

Alten Führerschein umtauschen: Das sind die Fristen für alte Kartenführerscheine

Auch die Kartenführerscheine, die zwischen 1999 und 2013 ausgestellt wurden, müssen umgetauscht werden in einen EU-Schein. Dafür gibt es folgende Fristen:

Ausstellungsdatum 1999 bis 2001: Umtausch bis 19. Januar 2026

Ausstellungsdatum 2002 bis 2004: Umtausch bis 19. Januar 2027

Ausstellungsdatum 2005 bis 2007: Umtausch bis 19. Januar 2028

Ausstellungsdatum 2008: Umtausch bis 19. Januar 2029

Ausstellungsdatum 2009: Umtausch bis 19. Januar 2030

Ausstellungsdatum 2010: Umtausch bis 19. Januar 2031

Ausstellungsdatum 2011: Umtausch bis 19. Januar 2032

Ausstellungsdatum 2012 bis 18. Januar 2013: Umtausch bis 19. Januar 2033

Bis zum Jahr 2033 müssen rund 43 Millionen Führerscheine in Deutschland umgetauscht werden. Grund sind EU-Vorgaben. Führerscheine sollen künftig EU-weit fälschungssicher und einheitlich sein. Außerdem sollen alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden.

Nach Ablauf der jeweiligen Fristen wird der alte Führerschein laut Bundesverkehrsministerium ungültig. Zudem droht ein Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro. Die Fahrerlaubnis selbst bleibt aber unverändert bestehen. Eine neue Führerschein-Prüfung ist also nicht nötig. Mit dem einheitlichen EU-weiten Dokument soll ein möglichst aktueller Fälschungsschutz gewährleistet sein. Bei Kontrollen sind Besitzer leichter zu erkennen, wenn das Foto nicht so alt ist.