Flug über Dubai, Abu Dhabi, Doha: So werden Urlauber und Flugreisende aktuell beeinträchtigt

So ist der Flugverkehr über Dubai, Abu Dhabi und Doha aufgrund des Kriegs in der Golfregion beeinträchtigt.
Boris Roessler/dpaIn der Nacht zum 13. Juni 2025 begann Israel mit Luftschlägen gegen den Iran und der Iran antwortete daraufhin mit Gegenschlägen. Das Auswärtige Amt veröffentlichte am 13. Juni 2025 Eilmeldungen für Deutsche in Jordanien, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Katar, Vereinigte Arabische Emirate (VAE) und Bahrain und warnte vor der unbeständigen Sicherheitslage, vor einer möglichen Sperrung des Luftraums und vor zum Teil eingestellten Flugverkehr. Viele Urlauber machen sich Sorgen, ob ihr Flug in oder über die Golfregion nach Asien beeinträchtigt oder abgesagt werden könnte.
Experte und Chief Content Manager bei A3M, Marcel Conrad, beantwortete unsere Fragen zur Sicherheitslage in der Region und Beeinträchtigung der Flüge.
Auswirkungen auf den Flugverkehr zwischen Europa - Golfregion - Asien
Der Flugverkehr nach Israel, Iran, Jordanien, Irak und in den Libanon wurde ganz oder teilweise eingestellt. In den Rest der Golfregion fliegen jedoch weiterhin zahlreiche Fluggesellschaften. Auch Flüge nach Asien werden weiterhin fortgeführt, allerdings mit deutlichen Beeinträchtigungen. Durch die längeren Strecken, um die Konfliktregion in Vorderasien zu meiden, kommt es zu Verspätungen. Auch Flüge an das östliche Mittelmeer, nach Griechenland und in die Türkei können davon betroffen sein. Aktuell seien, so Conrad, die Drehkreuze auf dem Weg nach Asien – Dubai, Abu Dhabi, Doha, Istanbul – noch zuverlässig nutzbar (Stand: 18. Juni 2025, 14:41 Uhr).
Am 18. Juni 2025 am Abend (19:51 Uhr) jedoch veröffentlichte das Auswärtige Amt in ihren Reisehinweisen zu den Vereinten Arabischen Emiraten, dass mehrere Fluggesellschaften angekündigt hätten, am 19. und 20. Juni 2025 keine Flüge ab Dubai Internation Airport (DXB) durchzuführen. Reisende sollten sich auf der Webseite ihrer Fluggesellschaft oder bei ihrem Reiseanbieter informieren.
So werden Urlauber und Flugreisende beeinträchtigt
Flugpassagiere in die Region oder auf dem Weg nach Asien müssen mit Verspätungen, längeren Transitaufenthalten, verpassten Flügen und längeren Flugzeiten rechnen. Aktuell werden Flugrouten bereits geändert. Auch Stornierungen der Flüge sind möglich, besonders wenn die Lufträume geschlossen werden, wie zum Beispiel über Irak und Israel.
Experte bei A3M, Marcel Conrad, warnt vor Stornierungen und einer großen Beeinträchtigung des Flugverkehrs über dem Arabischen Meer und auf der stark genutzten Südroute, falls US-amerikanische Flugzeugträger in dem Israel-Iran-Krieg eingesetzt werden. Fluggesellschaften könnten, laut Conrad, im Notfall schnell reagieren, denn die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung sei die Priorität.
Auswirkungen auf Urlauber in Dubai, Abu Dhabi und Katar
Das Auswärtige Amt rät seit dem 13. Juni 2025 von nicht notwendigen Reisen in die VAE und nach Katar ab. Allerdings sind notwendige Reisen weiterhin möglich. Es wird auch nicht grundsätzlich von Reisen in die Region abgeraten. Von einem hohen Risiko für Urlauber in Dubai, Abu Dhabi und Katar könne man, laut Conrad, allerdings nicht sprechen.
Die Lage würde sich allerdings deutlich verschärfen, wenn die US-amerikanische Luftwaffe in den Konflikt eintritt, denn die amerikanischen Flugzeugträger im Arabischen Meer könnten zu Angriffszielen für den Irans und seine Verbündeten werden. In einem solchen Szenario wäre der Luftverkehr gefährdet. Der Flugverkehr würde wahrscheinlich eingestellt werden und die Urlauber würden dort stranden, so Conrad.
Sicherheitsvorkehrungen: Urlaub in Dubai, Abu Dhabi und Katar oder Flüge nach Asien
Urlauber und Flugreisende sollten sich immer über die aktuelle Lage vor Ort über die lokalen, englischsprachigen Medien informieren. Soziale Medien sollte man zu diesem Zweck aufgrund von Fehlinformationen meiden.
Vor dem Reiseantritt empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der Fluggesellschaft und des Zielflughafens, um über Einschränkungen informiert zu sein. Grundsätzlich rät Conrad dazu, mit einem namhaften Reiseveranstalter zu buchen, da diese Gäste im Notfall eine Rundum-Betreuung bereitstellen.