Filmfestspiele in Venedig
: Goldener Löwe für dänische Regisseurin May el-Toukhy

May el-Toukhy erhält für „Woman Unknown“ den Hauptpreis des Festivals. Die zweitwichtigste Auszeichnung geht an das südkoreanische Werk „Possible Love“, die Gaza-Doku „NAZA“ erhält einen Spezialpreis.
Von
dpa
Venedig
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776562204: Danish director May El-Toukhy is congratulated by the president of the jury Maggie Gyllenhall as she receives the Golden Lion for Best Film for "Kvinde Ukendt" (Woman unknown) during the closing ceremony of the 63rd Venice Film Festival at Venice Lido on September 12, 2026. (Photo by Stefano Rellandini / AFP)

Die dänische Regisseurin May el-Toukhy ist für ihren Film „Woman Unknown“ mit dem Goldenen Löwen des Filmfestivals Venedig ausgezeichnet worden.

STEFANO RELLANDINI/afp
  • Goldener Löwe in Venedig: May el-Toukhy gewinnt mit „Woman Unknown“.
  • Mathilde Arcel wird für dieselbe Produktion als beste Schauspielerin geehrt.
  • Großer Preis der Jury geht an „Possible Love“ von Lee Chang-dong.
  • „NAZA“ über Luftangriffe im Gazastreifen erhält den Spezialpreis der Jury.
  • John Malkovich bester Schauspieler, beste Regie an Ilja Chrschanowski.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die dänische Regisseurin May el-Toukhy ist für ihren Film „Woman Unknown“ mit dem Goldenen Löwen des Filmfestivals Venedig ausgezeichnet worden. Das gab die Jury bekannt. Zudem gewann die Hauptdarstellerin des Films, Mathilde Arcel, den Preis als beste Schauspielerin.

Die zweitwichtigste Auszeichnung der Filmfestspiele, der Große Preis der Jury, ging an „Possible Love“ von Lee Chang-dong. Der Dokumentarfilm „NAZA“ von Yuval Abraham und Rachel Szor über die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen gewann den Spezialpreis der Jury.

Zum achten Mal in der Geschichte gewinnt eine Frau den Löwen

Die 49-jährige May el-Toukhy ist die erst achte Frau, die in der Geschichte der Filmfestspiele den Goldenen Löwen gewonnen hat. Im diesjährigen Wettbewerb waren von 21 Filmen nur zwei von Frauen, was die Jury-Präsidentin Maggie Gyllenhaal als strukturelles Problem beschrieben hatte.

Mikael Rieks (von links), die Autorin Maren Louise Käehne, Thorbjørn Hedegaard, Mathilde Arcel Fock, die Regisseurin May el-Toukhy, Carsten Bjørnlund und Marina Bouras posieren für die Fotografen auf dem roten Teppich zur Filmvorführung von "Woman Unknown" während der 83. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig.

Alessandra Tarantino/Invision/AP/dpa

Das Historiendrama „Woman Unknown“ erzählt von der jungen Dänin Marie, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Hochzeit mit ihrem wohlhabenden Arbeitgeber steht. Ihr greifbar naher gesellschaftlicher Aufstieg wird jedoch durch ein Geheimnis bedroht: Während der Besatzungszeit hatte sie eine Affäre mit einem deutschen Soldaten. In der von Rache geprägten Nachkriegszeit setzt sie nun alles aufs Spiel, um ihre mühsam aufgebaute Existenz vor der Entlarvung zu schützen.

John Malkovich als bester Schauspieler geehrt

Der US-Amerikaner John Malkovich wurde als bester Schauspieler für den Film „Wild Horse Nine“ ausgezeichnet. Der aus Russland stammende Ilja Chrschanowski, der heute unter anderem in Berlin lebt, bekam für „Dau“ den Preis für die beste Regie. Für das beste Drehbuch wurde Regisseur und Drehbuchautor Stéphane Brizé für „Un bon petit soldat“ geehrt, gemeinsam mit Coralie Amédéo und Olivier Gorce.

Die 83. Filmfestspiele Venedig, die am 2. September begonnen hatten, zählen neben den Filmfestspielen in Cannes zu den bedeutendsten der Welt.