Ernährung und Rezepte
: Veganer Bio-Honig ganz einfach selbst gemacht!

Veganer Honig aus Blüten ist die perfekte Alternative zu Bienenhonig. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie man den goldenen Sirup selber macht!
Von
Doreen Matschuk
Berlin
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Löwenzahnwiese im Harz: 14.04.2024, Sachsen-Anhalt, Blankenburg: Löwenzahn blüht auf einer Wiese im Harz bei Blankenburg. Die Pflanze kann sich nahezu an unterschiedliche Standortbedingungen anpassen und besitzt eine Pfahlwurzel die, die bis zu einem Meter tief in den Boden wächst. Er gilt als ein echtes Superfood für Mensch und Tier. Foto: Matthias Bein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Veganer Honig aus Blüten: die perfekte Alternative zu Bienenhonig. Wir haben ein einfaches Rezept, wie du deinen eigenen, goldenen Sirup in Bio Qualität herstellen kannst. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. (Symbolbild)

Matthias Bein/dpa

Veganer Honig ist die ideale pflanzliche Alternative zu herkömmlichem Honig – ganz ohne tierische Bestandteile, aber mit ähnlich süßem Geschmack und sirupartiger Konsistenz. Und dass man ihn noch ganz einfach selber herstellen kann in reiner Bio-Qualität ist das i-Tüpfelchen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie ihr den veganen „Honig“ ganz einfach selber machen könnt und dazu noch nachhaltig, lecker und mit Gelinggarantie.

Veganen Honig selber machen – so geht's!

Die Hauptzutat unseres veganen Honigs besteht aus Löwenzahnblüten. Besonders jetzt im Mai, wenn er in voller Blüte steht, ist die perfekte Zeit, diesen köstlichen Sirup selbst herzustellen. Löwenzahnhonig enthält keine tierischen Inhaltsstoffe und ist damit ideal für alle, die sich vegan ernähren oder auf Bienenprodukte verzichten möchten. Der Geschmack erinnert dennoch stark an echten Honig – süß, aromatisch und leicht karamellig, je nach Zuckersorte. Auch die Konsistenz kommt echtem Honig erstaunlich nahe.

Löwenzahn richtig sammeln – darauf solltest du achten

Die Ernte der Blüten ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, aber absolut lohnenswert. Beachte beim Sammeln der Blüten folgende Tipps:

  • Sammle den Löwenzahn fernab von Straßen und Schadstoffquellen.
  • Pflücke nur die saftigen, jungen Blüten – idealerweise an einem sonnigen Tag.
  • Entferne nur die Blüten, nicht die ganze Pflanze – zum Schutz der Natur.
  • Verwende einen luftigen Korb oder Stoffbeutel und lasse ausreichend Blüten für Insekten stehen.

Diese Zutaten werden für den veganen Honig benötigt

Zutaten für ca. 1 kg veganen Löwenzahnhonig

  • 250 g Löwenzahnblüten (nur die gelben Blütenblätter)
  • 1 Bio-Orange (in Scheiben)
  • Saft einer Bio-Zitrone
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg brauner Zucker (alternativ: weißer Zucker, Rohrzucker oder Xylit)

Tipp: Brauner Zucker sorgt für eine besonders honigähnliche Farbe und ein kräftigeres Aroma. Mit Xylit entsteht ein milderer Sirup mit weniger Kalorien, jedoch kürzerer Haltbarkeit.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Veganen Honig selber machen

  • Blüten vorbereiten:
    Gelbe Blütenblätter sorgfältig von den grünen Kelchblättern trennen.
  • Kochen:
    Blütenblätter zusammen mit den Orangenscheiben und 1 Liter Wasser in einem Topf für 10 Minuten leicht köcheln.
  • Ziehen lassen:
    Den Sud abgedeckt 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Abseihen:
    Flüssigkeit durch ein feines Sieb, Mulltuch oder Nussmilchbeutel abfiltern und gründlich ausdrücken.
  • Einkochen:
    Den Sud zurück in den Topf geben, Zitronensaft und Zucker hinzufügen und bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Menge sich etwa halbiert hat.
  • Konsistenz prüfen:
    Einen Teelöffel Sirup auf einen kalten Teller geben – ist er dickflüssig und honigähnlich, ist er fertig. Bei zu langer Kochzeit wird die Masse zu zäh.
  • Abfüllen:
    Noch heiß in sterile, trockene Schraubgläser füllen, verschließen und kühl, dunkel lagern.

Und schon ist der selbst gemachte, vegane Bio-Honig fertig!

Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit

Achte darauf, den Honig in keine nassen oder zu kühlen Gläser abzufüllen. Ansonsten kristallisiert er. Lagere den Honig auch nicht im Kühlschrank, sondern dunkel und kühl in der Speisekammer. Der Sirup ist bei richtiger Lagerung und Zuckeranteil bis zu einem Jahr haltbar. Bei Zuckeralternativen verringert sich ggf. die Haltbarkeit.

Das Rezept stammt von smarticular.net.