Ehemaliger DDR-Fußballer
: Eberhard „Matz“ Vogel (83) gestorben: Was war die Todesursache?

Eberhard Vogel, Rekordspieler der DDR-Oberliga und zweimaliger Olympia-Bronzemedaillengewinner, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Seine Familie bestätigte den Tod.
Von
Matthias Kemter
Potsdam
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26.03.2018, Thüringen, Jena: Eberhard Vogel, ehemaliger DDR-Fußball Nationalspieler, steht mit dem Orginalball der Olympiaqualifikation von 1972 auf dem Gelände des Ernst Abbe Sportplatzes in Jena. Er spielte und spielte: 440 Mal lief Eberhard Vogel in der DDR-Oberliga auf und wurde somit zum Rekordspieler. Jetzt ist er gestorben. (zu dpa: «Ehemaliger DDR-Ausnahmefußballer Eberhard Vogel gestorben»)

Eberhard Vogel ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Die DDR-Fußballlegende und Oberliga-Rekordspieler starb nach langer schwerer Krankheit.

Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Die DDR-Fußballlegende Eberhard Vogel ist tot. Der frühere Nationalspieler starb am 1. September 2026 im Alter von 83 Jahren nach langer, schwerer Krankheit, wie seine Familie bekanntgab. Details zur Krankheit sind aktuell nicht bekannt. Vogel, der den Spitznamen „Matz“ trug, absolvierte 440 Partien in der DDR-Oberliga für den FC Karl-Marx-Stadt und den FC Carl Zeiss Jena. Damit bleibt er Rekordspieler der höchsten Spielklasse der DDR. Mit 188 Punktspieltoren belegt der Flügelstürmer zudem Rang zwei in der ewigen Torjägerliste - hinter Joachim Streich. Für die DDR-Nationalmannschaft kam Vogel 74-mal zum Einsatz und erzielte 25 Tore.

Große Erfolge mit Jena und der DDR-Auswahl

Eberhard Vogel

DDR-Fußballlegende Eberhard „Matz“ Vogel ist mit 83 Jahren gestorben. Der Oberliga-Rekordspieler starb nach langer, schwerer Krankheit.

Zentralbild/dpa

Zu Vogels größten Erfolgen gehören der DDR-Meistertitel 1967 mit Karl-Marx-Stadt sowie drei FDGB-Pokalsiege mit Carl Zeiss Jena. 1981 erreichte er mit Jena im Alter von 38 Jahren das Finale des Europapokals der Pokalsieger, das sein Team gegen Dynamo Tiflis mit 1:2 verlor. Mit der Olympia-Auswahl gewann Vogel 1964 in Tokio und 1972 in München jeweils Bronze. Auch bei der Weltmeisterschaft 1974 gehörte er zum Kader der DDR.

Später auch als Trainer aktiv

Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Vogel zunächst im Nachwuchsbereich des DDR-Fußball-Verbands. Mit der Junioren-Auswahl wurde er 1986 Europameister, ein Jahr später erreichte die U20 bei der WM Platz drei. Nach der Wiedervereinigung trainierte er unter anderem Hannover 96, Carl Zeiss Jena, den 1. FC Magdeburg und den Dresdner SC. Zudem war er Nationaltrainer von Togo. Mit Jena gelang ihm der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Eberhard Vogel prägte ostdeutschen Fußball

Eberhard „Matz“ Vogel hinterlässt im ostdeutschen Fußball große Spuren. Mit seiner außergewöhnlichen Karriere, seiner Bodenständigkeit und seiner Leidenschaft für den Sport prägte er mehrere Generationen. Als Rekordspieler der DDR-Oberliga und erfolgreicher Trainer bleibt er weit über Jena und Chemnitz hinaus in Erinnerung.