DVB-Streik in Dresden
: Notfahrplan steht fest - Diese Linien fahren am Freitag trotzdem

Verdi hat einen nächsten Streik im ÖPNV in Dresden angekündigt. Wie kommen Fahrgäste von A nach B?
Von
David Hahn
Dresden
Jetzt in der App anhören
Messerangriff in Straßenbahn

Verdi hat den nächsten Streik im Nahverkehr in Dresden angekündigt. Wann und wo kommt es zu Ausfällen?

Robert Michael/dpa

Verdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Dresden aufgerufen. Welche Verbindungen fallen aus und welche Linien verkehren weiterhin?

Streik in Dresden aktuell: Nahverkehr am Freitag betroffen

Am Freitag, dem 27. Februar 2026, kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen zu massiven Einschränkungen im Dresdener Nahverkehr. Der Warnstreik dauert von Freitag, dem 27. Februar 2026, ab ca. 3 Uhr, bis einschließlich Samstag, dem 28. Februar 2026, ca. 3 Uhr, an.

In dieser Zeit sollen nach Informationen der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) alle Straßenbahnlinien entfallen. Auch die Standseilbahn könnte stillstehen. Die Schwebebahn ist aufgrund ihrer Frühjahrsrevision außer Betrieb. Der Warnstreik betrifft auch die folgenden Buslinien, welche wahrscheinlich kaum bis gar nicht unterwegs sind: 61, 62, 63, 64, 70, 80, EV 6.

Die DVB informiert an den digitalen Anzeigetafeln an der Haltestelle, in der App DVB, auf der mobilen Webseite https://m.dvb.de oder über die Verbindungsauskunft.

ÖPNV in Dresden: Welche Linien fahren trotz Streik?

Die Buslinien 65, 66, 68, 72, 73, 74, 77, 78, 79, 81, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 98 A, 98 B, 98 C und EV 12 könnten laut der DVB  teilweise bis komplett fahren. Das gilt vor allem für die Linien, die von Subunternehmern für die DVB im Einsatz sind. Die DVB informiert allerdings, dass sie zu Abfahrten und Pünktlichkeit jedoch keine Aussage treffen könne.

DVB-Streik: Welche weiteren Alternativen gibt es?

Der Nahverkehr steht am Freitag und Samstag in den meisten Bundesländern still. Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.

Warum wird in Dresden erneut gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern überwiegend mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierten beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.

Mit Material der dpa