Dreiste Werbelüge
: Mit dieser Lüge warb ein Produkt für Kinder

Welche fünf Produkte für die schlimmste Werbelüge 2024 nominiert wurden und welches Produkt den Negativpreis gewann.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
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Drei Aktivisten der Organisation foodwatch stehen am 28.11.2017 vor dem Firmensitz des Babynahrungsherstellers Alete in Bad Homburg (Hessen). foodwatch verleiht diese Jahr den "Goldenen Windbeutel 2017" für die dreisteste Werbelüge an den Babynahrungshersteller Alete für den Alete-Kinderkeks. Foto: Fabian Sommer/dpa ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Welches Produkte machte im Jahr 2024 Werbung mit der krassesten Lüge?

Fabian Sommer/dpa

Aktuell können Verbraucherinnen und Verbraucher über die dreisteste Werbelüge 2025 abstimmen. Foodwatch vergibt jedes Jahr den Negativpreis „Goldenen Windbeutel“ für Produkte, welche die Verbraucher täuschen und anlügen. Der Verein nominiert Produkte und man kann abstimmen. Welches Produkt wurde 2024 für die krasseste Werbelüge ausgezeichnet?

Dreisteste Lüge in der Werbung 2024

2024 wurde Alete bewusst Obsties von Deutsches Milchkontor für die dreisteste Werbelüge ausgezeichnet. Bereits zum dritten Mal erhielt Alete den goldenen Windbeutel – jedes Mal für Produkte für Babys und Kinder. Die Obsties wurden von Alete mit „ohne Zuckerzusatz“ beworben, bestanden aber zu 72 Prozent aus Zucker. Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dürfte der Fruchtsnack von Alete nicht an Kinder beworben werden.

Auf diesen Plätzen landeten die fünf nominierten Produkte von 2024:

  • 1. Platz: Alete bewusst Obsties von Deutsches Milchkontor mit 57,1 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen
  • 2. Platz: Langnese Cremissimo Bourbon Vanille von Unilever mit 26,8 Prozent
  • 3. Platz: Veganer Schinken Spicker Mortadella von Rügenwalder Mühle mit 11,1 Prozent
  • 4. Platz: Offset Nutrition Pretty Little Meal Bar von Famous Brands GmbH mit 2,9 Prozent
  • 5. Platz: Heisse Tasse Champignon Creme von GB Foods Deutschland GmbH mit 2,2 Prozent

Als gemeinnütziger Verein ist Foodwatch unabhängig von der Lebensmittelwirtschaft sowie staatlichen und EU-Geldern. Finanziert wird der Verein durch Spenden. Der Verein kämpft gegen verbraucherfeindliche Praktiken der Lebensmittelindustrie. Qualitativ gute, gesundheitlich unbedenkliche und ehrliche Lebensmittel für die Verbraucherinnen und Verbraucher sind das Ziel. Das sagt Foodwatch über sich auf der Webseite.