Dicht an Brandenburg-Grenze
: Erneut Erdbeben in Polen

Kurz hinter der deutsch-polnischen Grenze hat es erneut ein leichtes Erdbeben gegeben. Wo die Erde bebte, wie stark und welche Gründe dahinterstecken.
Von
Nicole Züge
Cottbus
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Der deutsch-polnische Grenzfluss Oder. Nach der Ausbreitung der giftigen Goldalge in der Oder und ersten toten Fischen in Brandenburg wurden nun auch in Polen größere Mengen verendeter Fische gefunden. Auf Höhe der Stadt Glogow seien innerhalb von drei Tagen 600 Kilogramm toter Fische aus dem Fluss geborgen worden, teilte die Verwaltung der Woiwodschaft Niederschlesien am Donnerstag mit. Proben der verendeten Fische und des Flusswassers würden im Labor untersucht, um die Ursache für das Fischsterben zu klären. Im Sommer 2022 starben im Fluss Oder massenhaft Fische. +++ dpa-Bildfunk +++

Der deutsch-polnische Grenzfluss Oder in der Woiwodschaft Niederschlesien. Hier ereignete sich ein Erdbeben.

Patrick Pleul/dpa

Erdbeben sind in vielen Regionen der Welt nichts Ungewöhnliches. So ist beispielsweise der, bei Urlaubern beliebte, Mittelmeerraum bekannt dafür, dass es hier immer mal wieder zu Rucklern kommt. Anfang und Mitte dieses Jahres bebten beispielsweise die griechischen Inseln Santorin und Kreta, auch bei Neapel in Italien bebt die Erde immer wieder.

Polen ist als Erdbeben-Location eher weniger bekannt, dennoch kommt es auch hier zu Erdbeben. Das jüngste ereignete sich nach Angaben von Erdbeben-Messdiensten am heutigen Dienstag (22. Juli 2025). Das leichte Beben mit einem Wert von 3,4 auf der Richterskala war nicht das erste in der grenznahen Region.

Erdbeben am 22.7.2025 in Polen: Hier war es zu spüren

Wie der Erdbeben-Dienst Last Quake anhand von Daten des Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam (GFZ) zuerst meldete, ereignete sich das Erbeben in Polen um kurz nach 14 Uhr ungefähr 8 Kilometer südwestlich von Głogów, einem Ort in der Woiwodschaft Niederschlesien. Die Region liegt ca. 44 Kilometer nordwestlich von Legnica.

Das Beben mit einer Stärke von 3,4 ereignete sich Messdaten zufolge in 1 Kilometer Tiefe. Bereits im Juni 2025 hatte hier die Erde spürbar gebebt, da mit einer Stärke von 4,2.

In der Region kommen häufiger kleinere Beben vor. Laut der Seite allquakes.com hat im Jahr 2025 die Erde hier insgesamt 159 Mal gebebt, davon hatten 5 Beben eine Stärke von 4 oder mehr auf der Richterskala.

Gründe für Erdbeben in Polen

In der Regel sind die Erdbeben in dieser Region Polens nicht auf tektonische Plattenverschiebungen zurückzuführen, sondern auf den Bergbau in der Region. Auch Grabenbrüche sind Experten zufolge immer wieder eine Ursache für die Erschütterungen.