DDR-Mark umtauschen: Was ist das Geld der DDR noch wert? - Lässt es sich in Euro tauschen?

Wohin mit dem Geld der DDR? Lassen sich solche Bündel der DDR-Mark noch umtauschen?
Patrick Seeger/dpaAuch mehr als 35 Jahr nach dem Fall der DDR ist das Geld des Arbeiter- und Bauernstaates noch nicht verschwunden und vergessen. Was tun mit der DDR-Mark, die man bei der Renovierung von Omas Häuschen unter den Dielen findet?
Ist der Umtausch von DDR-Mark in Euro noch möglich?
Viele Jahrzehnte steckte die DDR-Mark in den Geldbörsen von Millionen Ostdeutschen. Am 1. Juli 1990 löste die D-Mark das Geld der DDR als offizielles Zahlungsmittel ab. Für alle, die jetzt noch größere Summen an DDR-Bargeld irgendwo entdecken, gibt es schlechte Nachrichten. Denn: Ein offizieller Umtausch in Euro ist nicht mehr möglich. Das teilt die Deutsche Bundesbank auf ihrer Internetseite mit. Demnach ist weder das Einlösen noch der Umtausch von Geld der Deutschen Demokratischen Republik, noch der vormaligen sowjetischen Besatzungszone derzeit möglich.
Was mache ich mit DDR-Geld?
Wer tatsächlich jetzt noch DDR-Geld sein Eigen nennt, hat nicht viele Verwendungsmöglichkeiten dafür. Kleinere Mengen können sicher als Erinnerungsstücke dienen. Je nach Prägejahr lassen sich für einzelne Münzen bei Sammlern auch ein paar Euro verdienen. Und wer das Aluminiumgeld zum Schrotthandel bringt, kann vielleicht noch da etwas verdienen. Aktuell gibt es für das Kilogramm Alu etwa einen Euro.
Was wurde aus dem Geld der DDR?
Die Vernichtung des DDR-Geldes nach der Währungsunion ist eine Geschichte mit Umwegen. Während die 4500 Tonnen Münzen relativ problemlos eingeschmolzen werden konnten, verlief die Entsorgung des Papiergeldes nicht so glatt. Der ursprüngliche Plan war, das gesamte Papiergeld der DDR (etwa 620 Millionen Geldscheine) in Sandsteinstollen bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt einzulagern. Dort sollte es verrotten. Dafür wurde es mit einer Kiesschicht und zwei Meter dicken Betonwänden gesichert. Nachdem es aber Dieben gelungen war, in das Stollensystem anzudringen und Geld zu entwenden und man zudem feststellte, dass die Verrottung nicht so funktioniert, wie gedacht, wurde ein Plan B entwickelt. Dieser sah vor, die Stollen wieder aufzumachen, das Geld rauszuholen und zu verbrennen. Dies geschah dann auch im Jahr 2002 in der Müllverbrennungsanlage am Kraftwerk Buschhaus bei Helmstedt.
