Kamala Harris
: Wahlprogramm und Ziele bei der US-Wahl 2024

Kamala Harris hatte ein großes Ziel: Sie wollte die erste afroamerikanische Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Wie hatte sie vor, die Menschen von sich überzeugen?
Von
Philipp Staedele
Washington D.C.
Jetzt in der App anhören
Wahlkampf in den USA - Harris in Pittsburgh, Pennsylvania: 04.11.2024, USA, Philadelphia: Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris spricht während einer Wahlkampfveranstaltung vor dem Philadelphia Museum of Art. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris.

Jacquelyn Martin/AP/dpa
  • Kamala Harris kandidiert 2024 als erste afroamerikanische Präsidentin der USA.
  • Sie verspricht Steuersenkungen und Maßnahmen zur Senkung der Lebenshaltungskosten.
  • Harris setzt sich für nationalen Abtreibungsschutz, Umweltgerechtigkeit und verbesserten Versicherungsschutz ein.
  • Einwanderungspolitik: starke Grenzsicherung und Weg zur Staatsbürgerschaft.
  • Biden zog sich nach Debatten zurück, Harris nahm seine Stelle ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In den USA tobte der Wahlkampf, Demokraten und Republikaner kämpften wieder ums Weiße Haus. Neben Donald Trump brachte sich als größte Konkurrentin Kamala Harris in Stellung. Doch was versprach die Kandidatin der Demokraten ihrer Wählerschaft?

Kamala Harris: Von der Vize zur Präsidentschaftskandidatur

Nach dessen desaströsem Auftritt im TV-Duell gegen Trump und der folgenden Debatte um seine geistige Fitness hat Joe Biden seinen Rückzug von der Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2024 verkündet. Die Demokraten brauchten einen neuen Kandidaten.

Als die Diskussionen um einen möglichen Biden-Ersatz entbrannte, fiel der Name von Bidens Vizepräsidentin, die im Amt auffällig blass geblieben war, nicht als Erstes. Doch zuletzt richteten sich die Augen der Demokraten zunehmend auf Harris. Einige ihrer Parteikollegen begannen, die Leistung der 59-Jährigen öffentlich zu loben, wie auch Joe Biden.

Harris' offizielle Nominierung zur Kandidatin hätte nach dem Rückzug Biden aus dem Rennen eigentlich auf dem Parteitag der Demokraten stattfinden sollen, wurde aus bürokratischen Gründen aber schon digital abgewickelt.

Harris gilt als gemäßigte Demokratin und hat seit ihrer Kandidatur 2019 einige ihrer politischen Positionen abgeschwächt. Es ist zu erwarten, dass viele ihrer innenpolitischen Positionen, denen Bidens ähneln werden.

Wahlprogramm, Ziele, Positionen: Wofür steht Kamala Harris?

„Ich verspreche, eine Präsidentin für alle Amerikaner zu sein“, sagt die 59-Jährige auf dem Parteitag der Demokraten. Im höchsten Staatsamt wolle sie „realistisch, praktisch“ und mit „gesundem Menschenverstand“ vorgehen.

Ein zentrales Wahlkampfthema bei der US-Wahl 2024 ist die Wirtschaft. Bei einer Wahlkampfrede hat Harris ihren wirtschaftspolitischen Kurs vorgestellt. Die Demokratin kündigte Steuersenkungen für Familien und Amerikaner mit mittlerem und niedrigem Einkommen an. Bei ihrem Auftritt im politisch umkämpften Bundesstaat North Carolina versprach die amtierende Vizepräsidentin laut Nachrichtenagentur dpa für den Fall ihrer Wahl zur Präsidentin auch eine ganze Reihe anderer Maßnahmen, die auf eine Senkung der Kosten insbesondere für die Mittelschicht abzielen sollen.

So will Harris als Präsidentin einen Vorschlag für ein bundesweites Verbot von Preiswucher bei Lebensmitteln einbringen. Auch versprach sie, Erstkäufer von Wohneigentum mit 25.000-Dollar-Anzahlungshilfen ausstatten zu wollen. Details, wie sie die Vorhaben finanzieren wolle, nannte Harris nicht.

Ein weiterer Streitpunkt zwischen Demokraten und Republikanern ist das Thema Abtreibung. Harris unterstützt den nationalen Schutz der Abtreibung, der nach der Aufhebung des Urteils Roe v. Wade (1973) aufgehoben wurde.

Beim Thema Klimawandel setzt sich Harris für Umweltgerechtigkeit ein, um die Auswirkungen des Klimawandels auf einkommensschwache Gebiete und People of Color zu bekämpfen. Bereits unter Biden unterstützte sie seine Klimagesetzgebung.

In der Gesundheitspolitik hat Harris Bemühungen unterstützt, den Versicherungsschutz im Rahmen des Affordable Care Act zu stärken, inklusive der Festsetzung von Obergrenzen für die Preise von verschreibungspflichtigen Medikamenten für Senioren auf 2.000 Dollar und der Begrenzung der Kosten für Insulin für Medicare-Versicherte auf 35 Dollar.

Ein weiteres Schlüsselthema im US-Wahlkampf 2024 ist die Einwanderung. Harris hat versprochen, sich für eine starke Grenzsicherung in Verbindung mit einem verdienten Weg zur Staatsbürgerschaft einzusetzen. Bereits während ihrer Zeit als Vizepräsidentin unterstützte Harris einen parteiübergreifenden Gesetzentwurf, der zusätzliche Grenzbeamte finanzieren sollte und die Grenze geschlossen hätte, wenn sie zu voll gewesen wäre. Dies wurde allerdings von Trump abgelehnt, der die Republikaner im Repräsentantenhaus und im Senat aufforderte, den Gesetzentwurf zu stoppen. Der Grund hierfür war, dass er ihm und den Republikanern im Wahlkampf schaden und ihnen die Möglichkeit nehmen würde, die Einwanderung als Wahlkampfthema zu nutzen.

Quellen:

nytimes.com: Where Kamala Harris Stands on the Issues: Abortion, Immigration and More

edition.cnn.com: Harris recalibrates policy stances as she adjusts to role atop Democratic ticket

thehill.com Behind hoopla, Democrats anxious about Harris

edition.cnn.com: Senate GOP blocks bipartisan border deal and foreign aid package in key vote

nytimes.com: Why the Kamala Harris of Four Years Ago Could Haunt Her in 2024