Das große Promibacken 2023: Ex-Kunstturner Philipp Boy aus Cottbus bleibt Triumph im Finale von Sat.1-Show verwehrt

Philipp Boy, ehemaliger Kunstturner des SC Cottbus, ist Kandidat bei der Sat.1-Show „Das große Promibacken 2023“. Die erste Runde hat der gebürtige Ex-Sportler aus Schwedt gemeistert. (Archivfoto)
Jens Kalaene / dpaDas große Promibacken 2023 ist bereits die siebte Auflage des erfolgreichen Show-Formats von Fernsehsender Sat.1. In diesem Jahr findet sich auch ein Brandenburger Promi darunter: Europameister und Vizeweltmeister Philipp Boy versucht, den goldenen Cupcake sowie 10.000 Euro für einen guten Zweck zu gewinnen.
Der ehemalige Kunstturner des SC Cottbus muss dafür kräftig Teig rühren und backen, was das Zeug hält. Philipp Boy war auch in Folge 6 weiterhin in der Show - es war zugleich das Finale. Der frühere Profisportler schaffte in der 5. Folge den Einzug in ein rein männliches Finale. Dort musste sich Boy mit Schauspieler Kai Schumann und Moderator Jochen Schropp am Backofen und an den Rührschüsseln messen.
Finale wird zur Nervenprobe für Boy, Schumann und Schropp
Direkt zum Auftakt wurden die Teilnehmer der Finalfolge mit einer Regeländerung konfrontiert. Anders als in den vorhergehenden Folgen von Staffel 7 ist für einen Teilnehmer bereits nach zwei Aufgaben Schluss. Nur zwei Promibäcker dürfen um den Titel und den Gewinn von 10.000 Euro backen. Zudem soll dann die abschließende Aufgabe allein über den Gewinner entscheiden. Diese Ankündigung lies bei Boy, Schropp und Schumann den Puls nochmal steigen, dabei schien das kaum noch möglich zu sein.
„Finale ist auch ungefähr vergleichbar mit einem Wettkampf im Turnen“, gab Philipp Boy Einblick in seine Gefühlswelt. Mit dieser Einstellung und hoch konzentriert ging der Sportler die erste Aufgabe, eine Variation eines Red-Velvet-Cakes an. Das sollte sich lohnen, die Jury war beeindruckt von Boys Kreation, die er selbst „Geschmacksgranaten“ getauft hatte - Red-Velvet-Törtchen in einem Schoko-Knusper-Mantel mit einem Topping aus Frischkäse-Creme und Granatapfelkernen.
Auch der Psychologie bediente sich Boy in dem er versuchte, mit lockeren Sprüchen Konkurrent Schropp aus dem Konzept zu bringen: „Wenn du nicht gewinnen kannst, musst du verunsichern“, erklärte er augenzwinkernd.
Technische Prüfung im Finale wird für Boy zum späten Problem
Die technische Prüfung, Aufgabe 2 im Finale, war für alle Teilnehmer eine Herausforderung, die alle erst einmal verstehen mussten. Juror Hümbs hatte ihnen einen „süßen Planet“ präsentiert. Diesen sollten sie nachbacken. Dahinter verbarg sich eine Art große Praline, die Ähnlichkeit mit dem Erdball hatte und innen mit einer Sahnecreme und Fruchtkern gefüllt war.
Die Creme war dann für Philipp Boy auch das Problem. Sie sollte steif geschlagen sein, sodass sie beim Anschnitt des Gebäcks nicht herausläuft. Schropp und Schumann gelang das perfekt. Bei Boy hingegen nicht. Zittern um die Teilnahme am Finale im Finale war angesagt.
Jochen Schropp hatte bei der ersten Prüfung nur 15,5 Punkte bekommen, bei der Zweiten hingegen die volle Punbktzahl. Würde der Vorsprung aus der ersten Prüfung ausreichen? Nein, sagten die Juroren. Nur um dann dem enttäuschten Boy noch einen Nachsatz hinterherzuschicken.
Entgegen den Regeln der Show gebacken
Boy und Schropp lagen nach zwei Prüfungen gleichauf. Entgegen der am Anfang genannten Regel, dass nur zwei Promibäcker die letzte Aufgabe angehen dürfen, durften nun doch alle drei um den Titel backen. Sehr zur Freude der drei Männer, die sich herzlich freuten und einander schon beglückwünschten. So nahmen sie sich vor Beginn der Schlussaufgabe noch einmal in den Arm und wünschten einander viel Erfolg.
Für den Titel mussten die Drei dann eine zweistöckige Torte mit zwei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sowie zwei verschieden Verzierungen herstellen. Bei Philipp Boy waren Zuversicht und Ehrgeiz groß: „Im Leben hätte ich nicht gedacht, dass ich überhaupt hier im Finale stehe und dafür gebe ich jetzt nochmal alles, den perfekten Kuchen hier heute hinzuzimmern.“
Seine Hoffnung, dass es „vielleicht ja sogar mit dem Sieg klappt“, wurde dann aber schnell zunichte gemacht. Boy bekam nach einem Backfehler bei dem Boden seiner Torte massive Probleme mit dem 5-stündigen Zeitlimit und musste arg kämpfen, damit er überhaupt noch einen Kuchen auf die Anrichte brachte.
Gewinner von das große Promibacken 2023 ist Schauspieler Kai Schumann
Geschmacklich konnte er dann „wie immer“ auch die Jury überzeugen, aber das reichte am Ende nicht. Den Sieg und damit den goldenen Cupcake sowie die 10.000 Euro für einen guten Zweck sicherte sich Schauspieler Kai Schumann. Jochen Schropp und Philipp Boy namen die Niederlage sportlich, sahen sie sich doch trotzdem als Gewinner, da sie etwas gemacht hatten wovon sie zuvor keine Ahnung hatten.
Philipp Boy schafft es mit halben Punkt Vorsprung ins Finale
Nach fünf Folgen der neuen Staffel waren Joey Heindle, Gerit Kling, Nicole Jäger und nun auch Caroline Beil und zuletzt am 8. Februar Sabrina Mockenhaupt-Gregor ausgeschieden. Es haperte bei der technischen Aufgabe, so Sat.1. „Ihre drei Leipziger Lerchen konnten die Jury weder geschmacklich noch optisch überzeugen.“
Am Ende reichten die Punkte nicht aus und Sabrina Mockenhaupt-Gregor lag mit nur einem halben Punkt hinter Philipp Boy.
Für Boy ist die Teilnahme an einer Fernsehshow nichts Neues. Der frühere Profi-Sportler, der sich 2012 vom aktiven Sport zurückgezogen hat, hat vorher bereits bei einigen Formaten teilgenommen. Unter anderem war er beim „RTL Turmspringen“ (2022) sowie den Sendungen „Ewige Helden“ (2018) und „Showtime of my Life - Stars gegen Krebs“ (2020) des Senders VOX dabei.
Einen ersten Schritt hatte der gebürtige Schwedter bereits getan. Die erste Runde hatte er überstanden und durfte weitermachen. Die Runde war von der Jury mit Aufgaben geprägt, die die Persönlichkeit der Kandidaten in den Vordergrund rückte. So mussten ein Lieblingsrezept und eine „gebackene Visitenkarte“ abgeliefert werden. Dazu kam noch eine technische Prüfung.
Philipp Boy kann nicht backen, hat aber Lust darauf
Boy ging in die Show mit der Ansage, dass er sich sehr freue, „etwas zu machen, was ich überhaupt nicht kann“. Daraus ergab sich dann beim Lieblingsrezept für den ehemaligen Turner eine sehr kreative Auslegung. „Ich bin danach gegangen, was ich super gerne esse, wenn ich einem meiner Lieblingsorte bin“, erklärte er seine Entscheidung, eine Käsekuchen-Tarte aus Ibiza zuzubereiten.
Die „Fruchtige Flaó de Ibiza“, bestehend aus einem Knetteigboden mit einer Minze-Ricotta-Füllung sowie einem Himbeerspiegel, auf dem frische Beeren verteilt sind, war nach zweistündiger Zubereitungszeit fertig und überzeugte die Jurymitglieder sowohl im Aussehen und Geschmack.
Aufgabe zwei von drei ist eine nervliche und technische Prüfung
Die zweite Aufgabe, innerhalb einer Stunde drei süße Omelettes zu backen, brachte den 35-Jährigen dann aber an seine nervlichen Grenzen und auch an die Grenzen seiner Bäckerfähigkeiten. „Ganz schön viele Schritte für so'n Omelette“, kommentierte er das Rezept von Jurorin Bettina Schliephake-Burchardt. Und mit seiner lapidaren Prognose, „ich würd‘ mal sagen, hier wird gleich die Hölle einbrechen“, sollte er zumindest im übertragenen Sinn Recht behalten.
Ein Fehler bei der Zubereitung des Teigs für die auch „Schaumomelette“ genannte Süßspeise, brachte Boy vollkommen durcheinander und wirkte sich auf das Ergebnis aus. Der Biskuitteig hatte nicht die geforderte Konsistenz – Konsequenz daraus? Platz sechs von acht Kandidaten, mit 10,5 Punkten von möglichen 20.
Philipp Boy war sichtlich erleichtert, als die Aufgabe geschafft war: „Dass mich Backen mal wirklich so fordern würde“, sagte er kopfschüttelnd. Aber trotzdem war er hoffnungsvoll und schaute in die Zukunft. „Wenn ich noch eine Woche weiterkommen sollte, weiß ich, ‚halte dich an dieses tolle Rezept, dann gibt’s nicht soviel zu meckern‘ „.
Kein Weg zu weit – eine Rakete als gebackene Visitenkarte
Für die dritte Aufgabe hatte sich Boy etwas Besonderes überlegt. Eine Rakete wollte er backen. Diese nimmt in seinem Privatleben eine besondere Stellung ein. Er trägt sie als Tätowierung und seine Frau ein Bild vom Saturn. „Das soll heißen, für uns ist kein Weg zu weit“, erklärt er das Symbol. Zudem sei die Rakete auch ein sehr häufig von ihm genutztes Emoji.
Die Rakete aus Marmorboden mit Passionsfruchtcreme umgeben von einer grauen Fondantschicht überzeugte die Jurymitglieder dann auch. „Der Duft nach dem Anschnitt lädt zum Essen ein“, sagte Bettina Schliephake-Burchardt. Damit war die erste Woche des Promibackens für Philip Boy geschafft, er darf in der nächsten Woche weitermachen. Im Gegensatz zu Joey Heindle.
Joey Heindle muss in Folge 1 gehen
Für den Popstar endete die Woche mit einem Flop. Der 29-Jährige konnte mit seinen Backkünsten die Jury insgesamt nicht überzeugen und war nach der Erledigung von drei Aufgaben in der Punktwertung abgeschlagen Letzter. Nur 36,5 Punkte bekam er insgesamt für sein Backwerk - Aus in Folge 1.
Gewinnerin der roten Schürze für die beste Bäckerin der Woche wurde Caroline Beil. Die Moderatorin bekam insgesamt 52 Punkte von möglichen 60 für ihre Arbeiten.
Gerit Kling scheidet in Folge 2 aus
In Folge 2 am 18. Januar ist Gerit Kling ausgeschieden. Mit 42 Punkten muss sie die Backshow von Sat.1 verlassen. „Überrascht ist sie nicht, da sie in der technischen Prüfung Schlusslicht war“, schreibt Sat.1 auf der Website.
Nicole Jäger scheidet in Folge 3 aus
In Folge 3 am 25. Januar ist Nicole Jäger ausgeschieden. In einer sehr knappen Entscheidung mit Caroline Beil - die beiden trennt am Ende nur ein halber Punkt - muss Nicole Jäger mit nur 35 Punkten aus drei Prüfungen die Show verlassen. Geschmacklich habe sie wieder einmal gut abgeliefert, so die Jury, aber in der technischen Bewertung lag sie in Folge drei regelmäßig auf den hinteren Rängen.
Alle Termine – Special zu Ostern
Die letzte Folge, das Finale von Das große Promibacken 2023 strahlte Sat.1 am Mittwoch,15. Februar, um 20.15 Uhr aus. Zudem sind die Folgen auch über die App Joyn zu sehen. Wiederholungen zeigt auch der Spartensender Sixx.
Folge 1: 11. Januar 2023
Folge 2: 18. Januar 2023
Folge 3: 25. Januar 2023
Folge 4: 1. Februar 2023
Folge 5: 8. Februar 2023
Folge 6: 15. Februar 2023 (Finale)
Moderation Enie van de Meiklokjes kündigte dann noch an, dass es zu Ostern ein Special geben wird. Die Teilnehmer wurden aber noch nicht benannt.

Die Teilnehmer von „Das große Promibacken 2023“: Sabrina Mockenhaupt-Gregor (v.l.), Philipp Boy, Jochen Schropp, Caroline Beil, Kai Schumann, Joey Heindle, Gerit Kling und Nicole Jäger versammelt um den goldenen Cupcake, die Siegertrophäe der TV-Show.
Claudius Pflug/Sat1Die Kandidaten der 7. Staffel
Kandidaten von „Das große Promibacken“ sind in der siebten Staffel:
- Joey Heindle, Ex-Kandidat von „Deutschland sucht den Superstar“ 2012 und Dschungelkönig 2013 (ausgeschieden in Folge 1)
- Caroline Beil, Moderatorin (ausgeschieden in Folge 4)
- Philipp Boy, Sportler
- Gerit Kling, Schauspielerin (ausgeschieden in Folge 2)
- Jochen Schropp, Moderator
- Kai Schumann, Schauspieler
- Nicole Jäger, Comedienne (ausgeschieden in Folge 3)
- Sabrina Mockenhaupt-Gregor, Sportlerin (ausgeschieden ins Folge 5)
Moderation, Jury und Rezepte von Das große Promibacken 2023
Moderiert wird die Sendung erneut von Enie van de Meiklokjes, die selbst seit Jahren eine Back-Show im Fernsehen moderiert (Enie backt). Aufgezeichnet werden die einzelnen Folgen der Show in Berlin. Das Studio ist in der Malzfabrik im Bezirk Tempelhof-Schöneberg eingerichtet.
Zur Jury gehören wie schon in den vorangegangenen Ausgaben von Das große Backen, Bettina Schliephake-Burchardt und Christian Hümbs. Beide haben viel Erfahrung als Pâtissiers sowie als Konditoren und im Bäckerhandwerk.
Die Rezepte aus der siebten Staffel wird Sat.1 auf der Internetseite der Show im Anschluss an jede Folge veröffentlichen.
Bisherige Gewinner von das Große Promibacken
In den ersten sechs Staffeln und der vorangegangenen Specials des Promibackens gewannen:
2016 Osterspecial – Sonya Kraus, Moderatorin
2016 Weihnachtsspecial – Jochen Bendel, Moderator
2017 Janine Kunze – Schauspielerin
2018 Sarah Engels – Sängerin (Deutschland sucht den Superstar)
2019 Evi Sachenbacher-Stehle, Sportlerin
2020 Rebecca Mir, Moderatorin
2021 Franziska Knuppe, Model und Moderatorin
2022 Sarah Harrison, Youtuberin und Influencerin



