Christopher-Street-Day in Berlin: Prominente nach CSD-Attacke: „Wir bleiben laut und sichtbar“

Der Musiker Bill Kaulitz hat sich nach dem Anschlag in Berlin geäußert. Er denke an die Opfer und deren Angehörige, schrieb der Sänger der Band Tokio Hotel. (Archivbild)
Sebastian Gollnow/dpa- Nach dem tödlichen Angriff am CSD in Berlin äußerten sich Prominente bestürzt.
- Sarah Connor sprach den Betroffenen ihr Beileid aus – sie will „noch lauter, noch bunter“ auftreten.
- Riccardo Simonetti zeigte sich entsetzt und berichtete von seiner Teilnahme am CSD in Stuttgart.
- Bill Kaulitz gedachte der Opfer, ihrer Freunde und Angehörigen.
- Peter Plate rief zu Freiheit, Vielfalt, Respekt und Sichtbarkeit auf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem tödlichen Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) haben sich viele Prominente entsetzt geäußert - aber auch kämpferisch. Sängerin Sarah Connor, die auf der Abschlusskundgebung am Samstag am Brandenburger Tor aufgetreten war, drückte den Betroffenen und Angehörigen ihr Beileid aus. „Ekelhaft und sinnlos diese Tat!“, erklärte sie bei Instagram, betonte aber: „Ich würde jederzeit wieder auftreten und ich hoffe, wir machen das im nächsten Jahr wieder genauso!!!! Noch lauter, noch bunter!“
Der Entertainer Riccardo Simonetti schrieb auf Instagram: „Mir ist sofort richtig schlecht geworden. Ich bin froh, dass es den Menschen, die mir nahestehen, soweit gut geht, aber ich bin entsetzt darüber, dass Nachrichten wie diese kein Albtraum sind, sondern Realität, in der wir 2026 alle leben.“ Der 33-Jährige hatte am Samstag am CSD in Stuttgart teilgenommen, wo ebenfalls eine große Parade stattfand.

Sarah Connor stand kurz noch vor der Attacke auf der Bühne beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin.
Fabian Sommer/dpaBill Kaulitz, der Sänger der Band Tokio Hotel, schrieb in der Nacht, dass er an die Menschen beim CSD denke - „die Opfer, Freunde und Angehörigen“.
Plate: „Für einen solchen Verlust gibt es keine Worte“
Peter Plate, ehemaliger Sänger des Duos Rosenstolz, schrieb auf Instagram: „Für einen solchen Verlust gibt es keine Worte. Und nichts kann ihn ungeschehen machen.“ Gleichzeitig gab er sich kämpferisch: „Gerade jetzt zeigt sich, wer wir sind. Lassen wir zu, dass Hass noch mehr Hass hervorbringt? Dass Angst unser Leben bestimmt? Oder halten wir an dem fest, wofür Pride seit Jahrzehnten steht: Freiheit. Vielfalt. Respekt. Menschlichkeit“, hieß es weiter. „Unsere Herzen sind gebrochen. Aber wir werden nicht zulassen, dass sie zerbrochen werden. Wir werden weiter laut sein. Wir werden weiter sichtbar sein.“
Der CSD in Berlin wurde am Samstagabend abgebrochen, nachdem ein Van am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Mindestens eine Frau wurde getötet, 16 weitere Menschen wurden verletzt.