Christel Bodenstein ist tot: DEFA-Schauspielerin „Prinzessin Tausendschön“ gestorben

Die Schauspielerin Christel Bodenstein (1938-2024), aufgenommen 2011 in Berlin in der Landesvertretung Brandenburg bei der Verleihung des Paula-Preises 2011.
Arno Burgi/dpa- Christel Bodenstein (1938-2024) starb am 5. Dezember im Alter von 86 Jahren in Berlin.
- Bekannt durch die DEFA-Märchenfilmrolle in "Das singende klingende Bäumchen".
- Lieblingsfilm „Der kleine Prinz“ wurde 1966 von DEFA-Stiftung restauriert.
- Schauspielte am Maxim-Gorki-Theater und schrieb eine Revue zum Karriereende.
- Letzte Filmrolle 2016 in einer Märchen-Neuverfilmung als Kräuterweib.
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Bekannt wurde sie als ostdeutsche Märchenprinzessin: Die Schauspielerin Christel Bodenstein ist tot. Sie sei am 5. Dezember im Alter von 86 Jahren in einem Berliner Pflegeheim gestorben, wie eine Sprecherin der DEFA-Stiftung sagte. „Es ging ihr schon länger nicht gut.“
In letzter Zeit war es um sie ruhig geworden. Bodenstein, Jahrgang 1938 und gebürtige Münchnerin, ist vor allem durch den DEFA-Märchenfilm „Das singende klingende Bäumchen“ bekannt.
Darin spielte sich die gerade 18-Jährige 1957 als böse und trotzige Prinzessin Tausendschön mit Schmollmündchen in die Herzen der Zuschauer. Entdeckt wurde sie mit 17 Jahren von Regisseur Kurt Maetzig („Das Kaninchen bin ich“). Kurz darauf spielte sie in „Der Hauptmann von Köln“ mit und danach schon eine Prinzessin - in der Märchenverfilmung „Das tapfere Schneiderlein“.
Noch während ihres Studiums an der Filmhochschule Babelsberg stand sie mehrfach für die DEFA vor der Kamera. 1963 dann bekam sie „ihre Traumrolle“, wie sie selbst einmal bekannte, an der Seite von Manfred Krug, als FDJ-Sekretärin in „Beschreibung eines Sommers“.
„Der kleine Prinz“ war der Lieblingsfilm von Christel Bodenstein
Die attraktive Brünette heiratete den Regisseur Konrad Wolf („Ich war neunzehn“), drehte aber nur einmal mit ihrem Mann: 1966 entstand „Der kleine Prinz“ nach Antoine de Saint-Exupéry. Das Werk lief ein einziges Mal im DDR-Fernsehen, durfte danach nie wieder öffentlich gezeigt werden wegen ungeklärter Rechte. Dieser Film lag Bodenstein besonders am Herzen, berichtete die Sprecherin der DEFA-Stiftung. Als die Stiftung ihn vor einigen Jahren restaurierte, „war sie sehr glücklich“.
Bodenstein spielte am Maxim-Gorki-Theater und fürs Fernsehen, nach der Wende unter anderem an der Seite von Mario Adorf und Gudrun Landgrebe, war dann Regieassistentin am Berliner Friedrichstadtpalast und schrieb zum Ende ihrer Karriere noch eine Revue. Ihre letzte Filmrolle datiert von 2016 in der Neuverfilmung des Märchens, mit dem viele Fans sie verbinden - aber als Kräuterweib.
Vor einem Jahr, anlässlich ihres 85. Geburtstags am 13. Oktober 2023, hatte ihre Tochter Ulrike von Lenski - aus Christel Bodensteins zweiter Ehe mit dem Schauspieler Hasso von Lenski - der Zeitschrift "SuperIllu" berichtet, ihre Mutter sei krank und leide an Schmerzen, durch ihre Tätigkeit als Balletttänzerin in jungen Jahren. Gleichwohl freue sich ihre Mutter über viele Fanpost und beantworte sie auch, erzählt die Tochter. Und zu Weihnachten würden sie alle gemeinsam „Das singende, klingende Bäumchen“ oder „Das tapfere Schneiderlein“ sehen.
Das können ihre Fans an diesem Weihnachten auch tun - in Erinnerung an eine großartige Schauspielerin.
