Ist der Februar trocken und kalt...: Das sagen die Bauernregeln für das Wetter der kommenden Monate voraus

Bauernregel im Februar: Was bdeutet ein kalter Monat für die kommende Zeit?
Patrick Pleul/dpaDer Februar startet vom Wetter her zweigeteilt. Während im Osten bei minus zehn Grad gezittert wird, klettern am Oberrhein die Temperaturen schon auf fast frühlingshafte 11 Grad. Was bedeutet das aktuelle Wetter für die Prognosen für die kommenden Monate? Wir haben auf die Bauernregel für den Februar geschaut:
Bauernregeln im Februar - So wird das Wetter demnach im Frühling und im Sommer
Für den Februar gibt es jede Menge Bauernregeln, die aus dem aktuellen Wetter Prognosen für die kommende Zeit wagen. Hier ein paar Beispiele:
- Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.
- Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.
- Spielen die Mücken im Februar, frier’n Schaf’ und Bien’ das ganze Jahr.
- Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.
- Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.
- Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März die Hitze bald.
- Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt’s der März gefrieren.
- Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr.
- Heftiger Nordwind im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.
- Wenn der Nordwind doch nicht will, so kommt er sicher im April.
- Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.
- Wenn’s im Februar nicht schneit, schneit’s in der Osterzeit.
- Kalter Februar gibt ein gutes Roggenjahr.
Was sind Bauernregeln?
Bauernregeln sind kurze, oft gereimte, traditionelle Weisheiten, die aus jahrhundertelanger Beobachtung von Natur, Wetter und Landwirtschaft entstanden sind, um zukünftige Ereignisse wie Wetterwechsel oder Ernteerfolg vorherzusagen. Sie dienten Bauern früher als wichtige Orientierung für die Aussaat und Feldarbeit, basieren auf Erfahrung.
Wie zuverlässig sind Bauernregeln für die Wetter-Vorhersage?
Kann man sich auf Bauernregeln als langfristigen Wetterbericht verlassen? Als vertrauenswürdige Quelle sind diese alten Wetterregeln wohl nicht geeignet. Aber viele haben durchaus einen wahren Kern. So schreibt beispielsweise der Deutsche Wetterdienst: „Die sogenannten Bauernregeln basieren teilweise auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern.“ Als bekanntes Beispiel nennt der DWD die „Siebenschläferregel“. Nimmt man sie wörtlich: „So wie das Wetter am Siebenschläfer (27.6.) ist, so wird es sieben Wochen sein“, so hat sie meteorologisch überhaupt keine Aussagekraft. Das liegt nicht daran, dass aufgrund einer Kalenderreform der Siebenschläfer eigentlich Anfang Juli ist, sondern daran, dass man an einem einzelnen Tag nicht das Wetter der nächsten 7 Wochen festmachen kann. Betrachtet man allerdings die Witterung Ende Juni/Anfang Juli, so hat man laut den Meteorologen herausgefunden, dass sich in Süddeutschland in bis zu 70 Prozent der Fälle diese Witterung bis Anfang August fortsetzt.
