Aus der Türkei zurück nach Syrien
: Mehr als 400.000 Flüchtlinge seit Assad-Sturz zurückgekehrt

Seit dem Sturz von Baschar al-Assad kehren immer mehr Syrer aus der Türkei zurück. Trotz politischer Wende bleibt die Lage in Syrien allerdings angespannt.
Von
David Hahn
Damaskus
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Syrische Flagge: ARCHIV - 16.07.2025, Syrien, Damaskus: Eine zerfetzte syrische Flagge weht vor dem syrischen Generalstabshauptquartier, nachdem es von israelischen Luftangriffen auf Damaskus getroffen wurde. (zu dpa: «Gas aus Aserbaidschan erreicht Syrien über die Türkei») Foto: Moawia Atrash/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine zerfetzte syrische Flagge weht vor dem syrischen Generalstabshauptquartier, nachdem es von israelischen Luftangriffen auf Damaskus getroffen wurde.

Moawia Atrash/dpa

Seit dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember hat die Rückkehrbewegung syrischer Flüchtlinge aus der Türkei massiv zugenommen. Die politische und sicherheitspolitische Lage bleibt allerdings unsicher. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, dem 14. August 2025.

Aus der Türkei zurück nach Syrien

Nach Angaben des türkischen Innenministeriums sind inzwischen insgesamt 411.649 Syrer in ihre Heimat zurückgekehrt. Besonders stark war der Andrang im Sommer: Seit Mitte Juni verzeichneten die Behörden fast 140.000 Heimkehrer.

Millionen Syrer weiterhin in der Türkei

Offiziellen Zahlen zufolge leben derzeit noch rund 2,5 Millionen syrische Flüchtlinge in der Türkei. Im Jahr 2021 war ihre Zahl mit bis zu 3,7 Millionen auf einem historischen Höchststand. Die Türkei hat damit laut dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung weltweit am meisten syrische Geflüchtete aufgenommen.

Sicherheitslage in Syrien bleibt angespannt

Trotz der politischen Wende in Damaskus ist die Lage im Land weiterhin instabil. In den vergangenen Wochen kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen sowie zu Angriffen auf religiöse Minderheiten. Beobachter sehen darin ein Warnsignal, dass die neue islamistische Regierung nicht in der Lage sein könnte, Syrien zu befrieden und die Rechte aller Bürger zu schützen.